05.03.2017
‚Dragons on Fire‘: Würzburg ist der Achtelfinalgegner

Durch einen 84:65 (34:24)-Heimerfolg gegen den FC Schalke 04 Basketball sicherten sich die Artland Dragons am vergangenen Samstagabend noch Platz zwei der ProB-Nordstaffel.

Mark Nwakammas Hustle Plays beflügelten die Dragons einmal mehr. (Foto: Markus Drucks)

Kontrahent im Playoff-Achtelfinale ist nun TG s.Oliver Würzburg. Spiel eins findet bereits am kommenden Samstag (11. März, 19:30 Uhr) in der Artland Arena statt. Ab sofort gehen die Drachen in diesem Zuge mit einem neuen Motto in die heißeste Phase der Saison: ‚Dragons on Fire‘ lautet der Slogan, der gleichzeitig die Hymne für die anstehenden Meisterschaftsspiele sein soll. Das Motto entstand in Anlehnung an den EM-Sommerhit ‚Will Grigg’s on Fire‘ (Sample des Originals ‚Freed from Desire‘ von GALA), den die nordirischen Fans bei der Fußball-Europameisterschaft 2016 ihrem Stürmer Will Grigg widmeten.

Eine Kostprobe davon, wie stark die Dragons auf Hochtemperatur sein können, gaben sie in Phasen am vergangenen Samstagabend ab. Vor 2.805 Zuschauern in der Artland Arena waren jedoch zunächst die Gäste aus dem Ruhrpott tonangebend. Allen voran Scharfschütze Patrick Carney lief zu Beginn heiß. Der ehemalige ProA-Spieler startete mit sieben Zählern und trug damit zu einer 0:9-Führung der Gäste bei (4. Minute). Das Momentum wechselte in der Folge jedoch abrupt. Die Dragons, die mit einer Mannverteidigung anfingen, stellten rasch auf eine Ball-Raum-Verteidigung um und beeinflussten den Schalker Rhythmus. Darüber hinaus brachte Mark Nwakamma nach seiner Einwechslung Energie in der Zone. Der US-Amerikaner schnappte sich einen Rebound nach dem anderen und legte im ersten Viertel gleich neun Punkte auf. Durch einen – sage und schreibe – 20:0-Lauf zogen die Burgmannsstädter an den Knappen vorbei (20:9, 10.).

Bis zur Halbzeit neutralisierten sich beide Mannschaften ein Stück weit – unter anderem durch schwache Wurfquoten jenseits der Dreipunktwurflinie. Schalke verwandelte in den ersten zwanzig Minuten nur einen von vierzehn Versuchen von außen, die Dragons waren mit einem Treffer bei elf Versuchen in der Hinsicht auch nicht wesentlich besser. Der große Unterschied: Diesmal waren die Quakenbrücker federführend bei der Reboundarbeit. Mark Nwakamma griff sich schon bis zur Halbzeitpause neun Abpraller. Als Team sammelten die Dragons (28 Rebounds) doppelt so viele Rebounds wie ihr Gegner (14).

In der zweiten Hälfte waren vorerst wieder die Königsblauen dominant. Trent Weaver und Jonas Peters ebneten sich ihren Weg zum Korb und verkürzten auf 36:28 (22.). Näher als bis auf fünf Punkte kam Schalke erstmal allerdings nicht heran, denn inmitten des dritten Viertels brachten die Dragons den Ball besser ans Brett. Nutznießer waren Kapitän Benjamin Fumey und Gregory Graves, die mitunter die Führung auf 53:36 anwachsen ließen (27.).

Dann meldete sich Schalkes Scharfschütze zurück: Patrick Carney übernahm neben dem athletischen Spielmacher Courtney Belger die Initiative und zudem holten die Gäste nach und nach bei der Reboundarbeit auf. Auch die verbesserte Pick-and-Roll-Verteidigung war ein Faktor zu Gunsten der Ruhrstädter. Zum Start des Schlussviertels betrug der Quakenbrücker Vorsprung plötzlich lediglich noch drei Zähler (56:53, 32.). Zeit für den Mann, der das Motto ‚Dragons on Fire‘ schon die ganze Saison über wörtlich nahm und nach Foulproblemen im ersten Viertel schließlich in der Crunchtime auftrumpfte: Chris Frazier. Zwei Exemplare aus seiner Königsdisziplin, dem Dreipunktwurf, brachten wieder mehr Distanz zwischen den beiden Teams. Nebenbei: Nur Stahnsdorfs Josh Adeyeye verwandelte in der ProB-Nordstaffel im Schnitt mehr Dreier pro Partie als Frazier. Neben der Treffsicherheit des Deutsch-Amerikaners stachen weiterhin eine disziplinierte Verteidigungsarbeit, ein im Zug zum Korb entschlossener Philipp Lieser sowie ein dominanter Gregory Graves im Schlussabschnitt hervor.

Auf diese Weise beendeten die Drachen das Spiel buchstäblich ‚on fire‘ und gehen mit dem Gefühl eines souveränen 84:65-Erfolgs in die Playoffs.

Für die Artland Dragons spielten: Reid (9 Punkte, 4 Rebounds, 7 Assists), Rockmann (7/1 Dreier), J. Potratz (0), Graves (19, 8 Rebounds), Fumey (11), Potratz (0), Lieser (9, 4 Assists, 3 Ballgewinne), Nwakamma (18, 11 Rebounds, 2 Ballgewinne), Obiango (2), Frazier (9/3, 2 Ballgewinne), Lavrinovicius (0); ohne Einsatz im Kader: Dimitrijevic. Stacy Wilson spielte nicht aufgrund muskulärer Probleme.

Für den FC Schalke 04 Basketball spielten: Peters (4), Buljevic (2), Szewczyk (8/1), Carney (16/1), Walhöfer (0), Agyapong (2, 11 Rebounds), Khartchenkov (3/1), Belger (18/1, 7 Assists), Weaver (10, 5 Rebounds, 2 Blocks), McDaniel (2); ohne Einsatz im Kader: Weichsel.

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