Dragons schlagen Köln zum Start in den Doppelspieltag
Center Linus Ruf ist nur durch Foul zu stoppen. An der Freiwurflinie blieb der Youngster ohne Fehl und Tadel (6/6). Fotos: Christian Wüst
Die Artland Dragons haben vor heimischem Publikum eine überzeugende Reaktion gezeigt und die RheinStars Köln mit 97:85 (28:21, 21:18, 22:20, 26:26) besiegt. Die Quakenbrücker lagen über weite Strecken in Führung und hielten die Gäste auch in deren stärkeren Phasen konsequent auf Abstand. Mit dem Erfolg feiern die Dragons ihren 14. Saisonsieg und festigen Tabellenplatz fünf.
Die Dragons begannen mit Buzz Anthony, Timo Lanmüller, Amir Hinton, Ben Burnham und Linus Ruf. Fynn Lastring fehlte kurzfristig. Quakenbrück kam gut in die Partie: Hinton (23 Punkte, 5 Assists, 4 Steals) brachte sein Team von der Freiwurflinie in Front, Burnham (20 Punkte, 3 Blocks, 2 Steals) legte per Korbleger zum 4:2 nach. Köln antwortete durch einen Dreier von Kenny Baptiste, insgesamt präsentierten sich die Gäste von außen treffsicher und trafen über die Partie starke 52 Prozent ihrer Dreipunktewürfe. Die Drachen fanden dennoch schnell ihren Rhythmus und starteten einen frühen 9:0-Lauf. Lanmüller (17 Punkte, 5 Rebounds) eröffnete diesen nach Pass von Anthony (10 Assists), Hinton, Burnham und Ruf legten in Korbnähe nach (12:5). Nach einer Kölner Auszeit traf Maximilian Begue zwar erneut von außen, doch Quakenbrück blieb spielbestimmend. Vier Minuten vor Viertelende erhöhte Burnham per Layup auf 20:13. Zachary Watson verkürzte, ehe Dominik Dolic zunächst per Korbleger und anschließend von der Dreierlinie auf 25:18 stellte. Kurz darauf traf Lanmüller ebenfalls von außen zum 28:18, bevor Jasper Günther den 28:21-Viertelstand herstellte.
Im zweiten Abschnitt kamen die RheinStars besser ins Spiel. Zwar trafen Petrone und Dolic früh zwei Dreier zum 34:27, doch Rohwer und Begue verkürzten ihrerseits per Distanzwurf auf 34:33. Gruhn reagierte mit einer Auszeit. Danach entwickelte sich eine umkämpfte Phase mit wenigen Punkten. Anthony traf fünf Minuten vor der Pause den Dreier zum 37:33, Russell (23 Punkte) antwortete aus der Mitteldistanz. Zwei Minuten vor dem Ende setzte sich Quakenbrück wieder ab: Dolic traf seinen dritten Dreier zum 45:39, Hinton erhöhte wenig später trotz Bedrängnis per Korbleger auf 47:39. Köln fand offensiv kaum noch Lösungen, Hinton stellte mit einem Jumper aus der Bewegung den 49:39-Halbzeitstand her.
Das dritte Viertel begann spektakulär. Lanmüller bediente Burnham per Alley-Oop-Anspiel, das dieser mit dem Rücken zum Korb verwandelte (51:41). Kurz darauf traf Lanmüller nach Anthony-Assist den Dreier zum 54:41. Nach mehreren punktlosen Minuten erhöhte Hinton von der Linie auf 56:41. Köln verkürzte mit einem 7:0-Lauf, abgeschlossen durch einen Russell-Dreier, auf 56:48. Nach einer Auszeit stellten Hinton und Oehle wieder auf 62:50. Die Gäste kamen noch einmal per Freiwurfserie heran, doch Ndi antwortete mit einem Dreier aus der Ecke nach Hinton-Assist und Hinton selbst traf aus der Mitteldistanz zum 67:54. Günther verkürzte noch einmal, ehe Hinton per Korbleger den 71:59-Stand nach drei Vierteln markierte.
Im Schlussabschnitt eröffnete Baptiste per Tip-in, doch Dolic traf seinen nächsten Dreier zum 74:61. Köln kämpfte sich durch Miller und Russell wieder auf 74:66 heran. Die Dragons blieben ruhig: Ruf verwertete ein Anspiel von Petrone, Lanmüller stellte mit einem Korbleger wieder den zweistelligen Vorsprung her (78:68). Ein weiterer Lauf brachte Quakenbrück Mitte des Viertels auf 85:70. Die Gäste gaben sich jedoch nicht auf und verkürzten durch Rohwer und Begue auf 85:74. Nach der Auszeit blieben die Dragons zunächst stabil. Lanmüller traf aus der Mitteldistanz, wenig später verwertete Burnham ein Anspiel von Anthony zum 89:75. Köln erhöhte in der Schlussphase das Risiko: Russell verkürzte erst per Jumper und anschließend per Dreier auf 89:80. Lanmüller blieb von der Linie sicher und stellte auf 91:80, doch Russell traf erneut von außen. Ruf verwandelte anschließend seine Freiwürfe zum 93:83. Die Dragons nahmen daraufhin die Auszeit, Köln benötigte schnell Punkte und Rohwer verkürzte unmittelbar danach per Korbleger auf 93:85. Während der folgenden Unterbrechung erhielt Kölns Trainer Zoran Kukic ein technisches Foul, Hinton verwandelte den fälligen Freiwurf. 16 Sekunden vor Schluss setzte Lanmüller schließlich mit einem Dreier den Schlusspunkt zum 97:85.
Headcoach Hendrik Gruhn nach dem Spiel:
„Wir haben über weite Strecken eine gute Defensivleistung gezeigt, die Jungs haben viele schwierige Würfe forciert, die Köln leider dennoch getroffen hat. Insbesondere Russells individuelle Qualität im Scoring hat uns immer wieder vor Probleme gestellt. Es gab an einigen Stellen auch noch ein paar Misskommunikationen auf unserer Seite, aber alles in allem war das eine bessere Defensivleistung von uns. In der Offensive hatte ich das Gefühl, dass wir trotz der 97 Punkte einige offene Würfe liegen gelassen. Das hatte zur Folge, dass das Spiel knapper war als es hätte sein müssen. Köln hat es gut gemacht und war sehr unangenehm für uns, deshalb bin ich trotz der angesprochenen Punkte sehr zufrieden.“Bereits am Sonntag steht für die Dragons die nächste Herausforderung an. Dann gastieren die Quakenbrücker beim Tabellenführer Phoenix Hagen, Tip-off in der Ischelandhalle ist um 16:00 Uhr. Tickets für den Gästeblock in Hagen gibt es hier:

