Dragons unterliegen Bremerhaven knapp mit 88:84
Dominik Dolic und seine Artland Dragons mussten sich nach einem harten Kampf geschlagen geben. Fotos: Dennis Green
Die Artland Dragons haben am siebten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA eine starke Auswärtsleistung gezeigt, mussten sich bei den Eisbären Bremerhaven jedoch nach großem Kampf knapp mit 88:84 (22:21, 19:21, 19:19, 28:23) geschlagen geben.
Topscorer der Dragons war Linus Ruf (17 Punkte), gefolgt von Amir Hinton (16 Punkte) und Nate Petrone (16 Punkte, 4/6 Dreier). Auf Seiten der Gastgeber ragte Elijah Miller mit einer überragenden Vorstellung und 33 Punkten heraus.
Von Beginn an entwickelte sich ein intensives und ausgeglichenes Spiel. Linus Ruf brachte die Dragons per Freiwurf mit 0:2 in Führung. Jemarl Baker konterte mit einem Dreier zum 3:2, ehe Buzz Anthony im Gegenzug per Korbleger traf. Zwei erfolgreiche Abschlüsse von Isemann sorgten für das 7:4 für die Hausherren, doch Quakenbrück blieb dran: Amir Hinton eroberte per Steal den Ball und schloss stark zum 7:6 ab. Beide Teams agierten auf Augenhöhe, keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Nate Petrone traf nach Zuspiel von Dominik Dolic seinen ersten Dreier zum 9:12, wenig später legte er seinen zweiten Dreier nach (11:15). Zum Ende des Viertels drehte Bremerhaven durch Jannis von Seckendorff das Spiel erneut und ging knapp mit 22:21 in Führung.
Auch im zweiten Viertel blieb es ein Schlagabtausch auf hohem Niveau. Linus Ruf setzte das erste Ausrufezeichen mit vier schnellen Punkten am Brett (24:27). Elijah Miller antwortete für Bremerhaven mit einem Korbleger und Hinton traf nach starkem Drive erneut (26:29). Nach einem erfolgreichen Abschluss von Timo Lanmüller zum 26:31 nahm Bremerhaven-Coach Steven Esterkamp die erste Auszeit. Danach kamen die Eisbären wieder besser ins Spiel und glichen wenig später nach einem Dunk von von Seckendorff (36:36) aus. Ein weiterer Dunk brachte Bremerhaven kurzzeitig in Führung, doch Ndi traf aus der Mitteldistanz zum 39:40. Zur Halbzeit lag Quakenbrück knapp mit 41:42 vorne.
Nach dem Seitenwechsel erwischten die Dragons den besseren Start: Ruf traf nach einem Steal spektakulär per Alley-Oop-Dunk. Kurz darauf legte Ben Burnham per Korbleger nach und versenkte anschließend einen Dreier zum 41:49. Esterkamp stoppte den Lauf mit einer Auszeit, doch Quakenbrück blieb weiter bestimmend. Hinton punktete zweimal in Folge zum 43:53. Danach übernahm jedoch Elijah Miller das Kommando für Bremerhaven: Mit mehreren Treffern, darunter zwei Dreiern, brachte er sein Team zurück ins Spiel. Nach drei Vierteln war wieder alles offen (60:61).
Im Schlussviertel setzte Miller seine Gala fort: Zwei Freiwürfe, ein Dreier und ein Korbleger sorgten für die 67:61-Führung der Gastgeber. Gruhn reagierte früh mit einer Auszeit, und sein Team antwortete: Buzz Anthony traf wiederholt am Korb, Petrone stellte per Freiwurf die Führung wieder her (70:71). In der Crunchtime ging es hin und her. Miller und Lanmüller tauschten Dreier, Ruf traf ebenfalls aus der Distanz, doch Miller glich umgehend aus (78:78, 3:00 Minuten vor Schluss).
1:29 vor dem Ende traf Hinton nach hartem Kontakt zum 82:82, doch erneut brachte Miller die Eisbären mit einem Dreier in Front (85:82). Hinton verkürzte auf 85:84, ehe auf der Gegenseite Jordan Samare ein Offensivfoul beging. So kamen die Dragons 33 Sekunden vor dem Ende wieder in Ballbesitz.
Nach einem Einwurf an der Seitenlinie lief der Ball zu Amir Hinton, der sich stark zum Korb durchtankte, den Abschluss jedoch nicht im Korb unterbringen konnte. Hinton sicherte sich den Offensivrebound selbst, doch auch sein zweiter Versuch rollte unglücklich vom Ring. Den anschließenden Rebound schnappte sich Von Seckendorff, der den Ball zu Miller brachte. Der US-Amerikaner wurde bei noch zehn Sekunden gefoult und traf beide Freiwürfe sicher zum 87:84. Nach der letzten Auszeit von Headcoach Hendrik Gruhn bekam Quakenbrück nochmals die Gelegenheit zum Ausgleich, doch Timo Lanmüllers Dreier aus der Distanz sprang vom Ring zurück. Carter traf anschließend noch einen Freiwurf zum 88:84-Endstand.
Headcoach Hendrik Gruhn nach dem Spiel:
„Es ist sehr frustrierend dieses Spiel am Ende zu verlieren. Ich glaube wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Die Jungs haben über 40 Minuten eine Intensitätsleistung gebracht, sie waren permanent bereit alles reinzuwerfen und darauf bin ich sehr stolz. Heute waren es Kleinigkeiten, die das Spiel entschieden haben. Am Ende fallen unsere Korbleger nicht und Elijah Miller läuft heiß und trifft einen Dreier nach dem anderen. Nichtsdestotrotz war es ein gutes Spiel von uns gegen eine Topmannschaft, jetzt müssen wir uns schütteln und dann wollen wir am Sonntag den Tabellenführer ärgern. Abschließend möchte ich mich nochmals bei den mitgereisten Fans bedanken, wir haben sie permanent gehört und sie haben uns bei jedem Angriff nach vorne gepeitscht. Dafür möchte ich mich bedanken.“
Mit nun vier Siegen aus sieben Spielen stehen die Dragons auf Tabellenplatz sieben. Bereits am Sonntag um 17:00 Uhr empfangen sie in der Artland Arena den weiterhin ungeschlagenen Tabellenführer Phoenix Hagen.

