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11.12.2021
Großer Kampf, keine Punkte: Drachen unterliegen Tigers

Quakenbrücker 94:99-Niederlage nach Verlängerung – Isler: Die Möglichkeiten waren da

Die Dragons um Cheftrainer Tuna Isler waren nah dran am fünften Saisonsieg, in der Overtime ließen schließlich die Kräfte nach. (Fotos: Dennis Duddek/ Nina Sander)

Die Artland Dragons haben ihr Auswärtsspiel bei den Tigers Tübingen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga nach einem langen und leidenschaftlichen Kampf mit 94:99 (87:87, 50:43) nach Verlängerung verloren. Beim Tabellendritten der ProA lag die Mannschaft von Headcoach Tuna Isler lange Zeit aussichtsreich in Führung, musste schließlich jedoch der verkürzten Rotation Tribut zollen. Auch 35 Punkte von Adam Pechacek reichten am Ende nicht für den fünften Saisonsieg.

Der Quakenbrücker Offensivzug wurde in den Anfangsminuten der Partie in der Volksbank Arena vorrangig von seinem Point Guard Zach Ensminger gezogen. Der 20-jährige war mit einem And-One und einem Step-Back-Dreier von der Glocke für die ersten sechs Dragons-Punkte verantwortlich, da sich Taren Sullivan ähnlich treffsicher vom Perimeter präsentierte und Adam Pechacek clever unter den Körben agierte, hatten die Gäste nach fünf gespielten Minuten eine 13:9-Führung inne. Auf der Gegenseite lief die Offense vorwiegend über Ryan Mikesell, gegen dessen Trefferquote vom Perimeter die Drachen bis dahin noch kein Gegenmittel gefunden hatten. Insgesamt blieb die Partie im Anfangsviertel zwar zunächst stets eng und intensiv, die Mannschaft von Headcoach Tuna Isler war von der Dreierlinie jedoch kaum zu bändigen – Adrian Breitlauch und Ensminger schossen ihr Team von dort mit 23:14 in Front. Nach den ersten zehn Minuten hatten die Burgmannstädter vier von sieben Dreier-Versuchen getroffen, unter anderem ein Grund für die 30:22-Führung zur ersten kleinen Pause.

Das erste Viertel war mit einem Buzzer-Beater-Dunk von Jacob Knauf beschlossen worden, Pechacek eröffnete den zweiten Durchgang schließlich mit einem getroffenen Freiwurf. Im Anschluss stellte Kapitän Breitlauch sein großes Kämpferherz unter Beweis, indem er einem Offensivrebound energisch hinterherging, abspielte, sich wieder an der Dreierlinie platzierte und von dort auf 34:24 erhöhte. Der erste zweistellige Rückstand der Partie veranlasste Tigers-Cheftrainer Danny Jansson zur Auszeit, Isler zog nach Treffern von Joanic Grüttner Bacoul und Aatu Kivimäki umgehend nach. Zach Ensminger stand zu diesem Zeitpunkt zunächst nicht mehr auf dem Parkett, der Quakenbrücker Spielmacher musste nach einem leichten Schlag aufgrund einer kleinen Platzwunde behandelt werden. Die Dragons blieben dennoch brandheiß von Downtown und schossen munter weiter, defensiv standen sie darüber hinaus ihren Mann gegen die eigentlich gut geölte Tübinger Offensivmaschine. Gut geölt präsentierte sich in der ersten Halbzeit jedoch vor allem der Drachenangriff: 50 erzielte Punkte, sieben von 14 getroffene Dreier, dazu in Pechacek (16) und Ensminger (13) bereits zwei Spieler mit zweistelliger Ausbeute. Die 50:43-Führung zur Halbzeitpause war durchaus verdient, in den zweiten 20 Minuten galt es diese Leistung nun allerdings zu bestätigen.

Und das taten sie zunächst vor allem defensiv. Den Dragons war der Hunger auf den fünften Saisonsieg regelrecht anzusehen, die Tigers bewiesen jedoch auch, dass sie nicht zu unrecht auf dem dritten Tabellenplatz rangieren. Innerhalb von drei Minuten gelang es Tübingen bis auf vier Punkte an die Drachen ranzukommen, Sullivan antwortete auf diese starke Phase allerdings mit einem imposanten Statement-Dunk. Comebacker Jacob Knauf erhöhte von der Dreierlinie wieder auf 57:51, die Gäste mussten nun jedoch wieder härter für ihre Punkte arbeiten. Da sie das jedoch taten und auch in der Verteidigung aufmerksam, konzentriert und hart agierten, blieben sie auch im dritten Viertel stets Herr der Lage. Pechacek erntete seine Zähler nun geduldig von der Freiwurflinie, der Center musste allerdings auch viele Minuten abreißen, da Jonas Weitzel früh eine Blessur an der Schulter erlitt und so schließlich nicht auf das Parkett zurückkehren konnte. Nach einem Dreier von Timo Lanmüller und dem Korbleger Isaiah Crawleys waren die Tigers nach 18 Minuten urplötzlich wieder auf 61:63 rangekommen, nun galt es für die Drachen also fokussiert in der Partie zu bleiben. Das Momentum war gegen Ende des dritten Viertels auf Seiten der Hausherren. Crawley brachte seine Mannschaft mit einem And-One zwar kurz und das erste Mal überhaupt in der Partie in Führung, Pechacek bewies jedoch, dass sich auch ein sicherer Dreier in seinem Offensiv-Repertoire befindet. Grüttner Bacoul jedoch kann jedoch Gleiches behaupten: der Small Forward versenkte den Buzzer zur 69:66-Führung für Tübingen, den Drachen blieben also zehn Minuten, um wieder auf die Siegerstraße, von der sie im dritten Viertel kurzeitig abgedriftet waren, zurückzukehren.

Pechacek sorgte früh im Viertel für fünf Quakenbrücker Punkte in Folge, die Tigers blieben in Person von Kivimäki jedoch stets gefährlich. Demetrius Ward brachte seine Mannschaft mit einem Dreier mit Ablauf der Uhr wieder in Front und auch defensiv schienen die Dragons nun wieder gefestigter zu sein. Die Tigers-Würfe fielen nicht mehr so hochprozentig wie in den Minuten zuvor, dazu arbeiteten das Isler-Team weiterhin konsequent beim Rebound. Mikesell, nach einer Kopfverletzung aus der ersten Halbzeit mit einem Turban gezeichnet, netzte zwar zwei Dreier ein und stellte so seine offensive Wucht unter Beweis, die Dragons holten ihre Punkte jedoch immer wieder von der Freiwurflinie. In die letzten fünf Minuten gingen die Burgmannstädter mit einer 83:78-Führung – die Crunchtime versprach also allerhand Spannung. Der nächste Run ging erneut auf das Konto der Tigers, Ensminger hielt jedoch abgezockt dagegen. Beim Stand von 85:85 zwei Minuten vor dem Ende griff Isler zur nächsten Auszeit, um sein Team auf die letzten 120 Sekunden der Partie einzuschwören. Beide Mannschaften brachten ihrerseits allerdings jeweils nur noch zwei Zähler aufs Scoreboard, der finale Wurf von Sullivan ging lediglich an den Ring. 87:87 – Overtime.

In die erste Verlängerung der Saison fanden die Dragons mit einem Pechacek-Dreier gut rein, beide Mannschaften wirkten jedoch recht nervös und erlaubten sich immer wieder vermeidbare Ballverluste. Tübingen erbeutete sich die Führung in Person von Mikesell wieder zurück, Ward antwortete allerdings umgehend von der Freiwurflinie. Die Drachen scheiterten nun daran, sich für ihre energische Defense zu belohnen und vergaben im Angriff zu viele offene Looks. Und während es in der regulären Spielzeit noch die Quakenbrücker gewesen waren, die ihre Punkte reihenweise von der Linie eingeheimst hatten, führte das Duo Keppeler/Mikesell nun die Tigers von ebendort zum Sieg. Zwölf Sekunden vor dem Ende lag Tübingen bereits mit 97:94 vorne, Ensmingers Dreier verfehlte sein Ziel im letzten Angriff jedoch deutlich. Till-Joscha Jönke machte den Sack schließlich von der Linie zu – 99:94 nach 45 Minuten spannenden ProA-Minuten mit dem besseren Ende für die Tigers.


Dragons-Headcoach Tuna Isler:

„Die Niederlage tut heute sehr weh, insbesondere weil wir diese Partie nicht hätten verlieren müssen. Die Möglichkeiten waren da und obwohl wir für unser Glück gekämpft haben, wurden wir heute für eine über weite Strecken gute Leistung nicht belohnt. Wir mussten heute an unser Energielimit gehen, weshalb es auch verständlich ist, dass gerade gegen Ende vermehrt Fehler passieren. Wichtige Würfe sind dann nicht mehr gefallen und wir hätten sogar noch häufiger an die Freiwurflinie kommen können. Wir hatten die Chance auf den Sieg, haben sie leider nicht genutzt und bereiten uns jetzt gewissenhaft und voller Fokus auf das Derby in Vechta am kommenden Wochenende vor.“


Starting Five

PG #4 Thorben Döding (7 PKT / 8 ASS / 7 REB / 20% FG)
SG #1 Zach Ensminger (19 PKT / 1 ASS / 4 REB / 60% FG)
SF #13 Taren Sullivan (10 PKT / 1 ASS / 2 REB / 44% FG)
PF #25 Jacob Knauf (5 PKT / 1 ASS / 10 REB / 33% FG)
C #0 Adam Pechacek (35 PKT / 1 ASS / 6 REB / 55% FG)


Von der Bank

#3 Daniel Zdravevski (0 PKT / 0 ASS / 0 REB / 0% FG)
#5 Chase Griffin (0 PKT / 3 ASS / 0 REB / 0% FG)

#7 Adrian Breitlauch (12 PKT / 3 ASS / 4 REB / 67% FG)
#27 Jonas Weitzel (0 PKT / 1 ASS / 0 REB / 0% FG)

#45 Demetrius Ward (6 PKT / 3 ASS / 3 REB / 17% FG)



Viertelstände (TÜB : ART)

(22:30 / 21:20 / 26:16 / 18:21 / 12:7)


Team-Statistiken (TÜB : ART)

FG% - 47% : 45%
2P% - 53% : 50%

3P% - 41% : 40%
FT% - 77% : 80%

ASS - 26 : 22
REB - 35 : 39

ST - 6 : 4
TO - 9 : 17

BL - 4 : 4



Link zum ausführlichen Boxscore

https://live.2basketballbundesliga.de/g/108664?s=boxscore


Termine

Die Dragons treffen als nächstes am kommenden Samstag, den 18. Dezember um 19:30 Uhr, auswärts im Derby auf RASTA Vechta.

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