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22.05.2026
Drei Spieler, die die Saison geprägt haben

Artland Dragons verabschieden Amir Hinton, Ben Burnham und Nate Petrone

Die Artland Dragons verabschieden sich nach der Saison 2025/26 von ihren drei Importspielern Amir Hinton, Ben Burnham und Nate Petrone. Alle drei prägten die Spielzeit auf ihre eigene Art und hinterlassen sportlich wie menschlich große Fußstapfen in Quakenbrück.

Mit Amir Hinton verlässt einer der spektakulärsten Scorer der gesamten ProA die Dragons. Der Guard kam bereits mit einem starken Ruf nach Quakenbrück, nachdem er insbesondere während seiner Zeit bei Jena in der Saison 2023/24 für großes Aufsehen gesorgt hatte. Nach einer verletzungsgeprägten Spielzeit in Trier mit lediglich zehn Einsätzen fand Hinton bei den Dragons schnell zurück zu alter Stärke und zeigte vom ersten Spiel an seine außergewöhnlichen Fähigkeiten als Scorer.

Mit durchschnittlich 20,2 Punkten pro Partie sicherte sich der US-Amerikaner folgerichtig den Topscorer-Titel der Hauptrunde. Auch in den Playoffs bestätigte Hinton seine Qualität eindrucksvoll und legte in den drei Viertelfinalspielen starke 21 Punkte pro Spiel auf. Besonders beeindruckend war zudem seine Effizienz von der Freiwurflinie: In der Hauptrunde verwandelte Hinton überragende 190 seiner 201 Freiwürfe. Vor allem sein gefährlicher Mitteldistanzwurf sowie seine explosiven und energischen Drives zum Korb werden den Dragons-Fans in Erinnerung bleiben.

Ben Burnham stand seinem Teamkollegen dabei in nichts nach und spielte eine historische Debütsaison im Profibereich. Nach Stationen bei den Charleston Cougars und Virginia Tech, wo er in seiner letzten Collegesaison 7,5 Punkte und 4 Rebounds auflegte, wechselte der Forward nach Quakenbrück und explodierte förmlich. Burnham entwickelte sich schnell zu einem der dominantesten Spieler der gesamten Liga.
Am Ende der Hauptrunde standen für den US-Amerikaner 19,3 Punkte und 10 Rebounds pro Partie zu Buche. Damit war Burnham nicht nur bester Rebounder der gesamten ProA, sondern stellte mit einer Effektivität von 25,6 auch den mit Abstand besten Wert der Liga auf. Die logische Konsequenz: die verdiente Auszeichnung als MVP der ProA. Headcoach Hendrik Gruhn fand für seinen Forward sogar außergewöhnliche Worte und bezeichnete Burnham als „den besten Spieler, der jemals in dieser Liga gespielt hat“.

In den Playoffs steigerte Burnham seine Zahlen sogar noch einmal drastisch. In den drei Spielen gegen Bremerhaven kam er auf unglaubliche 31,3 Punkte pro Partie bei einer Effektivität von 35,3. Als zumindest kleines Trostpflaster für das frühe Ausscheiden verabschiedete sich Burnham mit einer unglaublichen 46-Punkte-Performance im letzten Spiel seiner ProA-Karriere aus Quakenbrück.

Mit Nate Petrone verlässt zudem der dritte Importspieler die Dragons bereits nach einer Saison. Der Kanadier wechselte von der University of Calgary nach Quakenbrück und sammelte bei den Dragons seine ersten Erfahrungen im Profibereich. Petrone nahm diese Herausforderung mit seinem positiven Naturell und großem Einsatz hervorragend an und entwickelte sich im Saisonverlauf zu einem wichtigen Faktor innerhalb der zweiten Fünf.

Der 24-Jährige übernahm immer wieder Verantwortung im Scoring und beendete seine erste Profisaison mit durchschnittlich 8 Punkten pro Partie bei starken Wurfquoten aus nahezu allen Bereichen. Besonders seine Catch-and-Shoot-Dreier aus der Ecke entwickelten sich im Saisonverlauf zu einer echten Waffe. Petrone traf 53 Prozent seiner Zweipunktewürfe, starke 38 Prozent seiner Dreier sowie herausragende 88 Prozent seiner Freiwürfe. In seinem letzten Spiel im Dragons-Trikot stemmte er sich mit 11 Punkten und 4 Assists in nur 19 Minuten noch einmal mit aller Kraft gegen das Ausscheiden.

Neben ihren sportlichen Leistungen werden vor allem auch der Kampfgeist, die Leidenschaft und die positive Ausstrahlung aller drei Spieler in Erinnerung bleiben.

Die Artland Dragons bedanken sich ganz herzlich bei Amir, Ben und Nate für das gemeinsame Jahr und die vielen besonderen Momente auf und neben dem Parkett. Für ihren weiteren Weg wünschen die Dragons den drei Spielern sportlich wie privat nur das Beste und vielleicht kreuzen sich die Wege ja irgendwann erneut.

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