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04.05.2026
Dragons unterliegen knapp zum Hauptrundenabschluss

83:85 gegen Leverkusen – Fokus nun auf die Playoffs

Youngster Ivan Volf bekam beim letzten Hauptrundenspiel viel Einsatzzeit.Fotos: Christian Wüst

Die Artland Dragons haben das letzte Spiel der Hauptrunde knapp verloren. Gegen die Bayer Giants Leverkusen mussten sich die Quakenbrücker in einer umkämpften Partie mit 83:85 (17:28, 23:15, 23:16, 20:26) geschlagen geben. Damit beenden die Dragons die reguläre Saison mit einer Bilanz von 21 Siegen auf Tabellenplatz fünf. Bereits am kommenden Mittwoch startet die erste Playoffrunde auswärts bei den Eisbären Bremerhaven (Tip-off: 19:00 Uhr).

Vor Spielbeginn gab es zunächst eine erfreuliche Nachricht für alle Dragons-Fans: Headcoach Hendrik Gruhn wird auch in der kommenden Saison an der Seitenlinie der Quakenbrücker stehen. Sportlich nutzten die Dragons die Partie, um zu rotieren und zu testen. Die beiden Topscorer Amir Hinton und Ben Burnham wurden geschont. Entsprechend stand eine ungewohnte Starting Five mit Buzz Anthony, Timo Lanmüller, Elijah Ndi, Dejan Bruce und Linus Ruf auf dem Parkett.

Die Gäste aus Leverkusen erwischten den besseren Start. Donte Nicholas (15 Punkte, 3 Rebounds) eröffnete die Partie, während Lanmüller (10 Punkte, 4 Assists) per Dreier für die ersten Dragons-Punkte sorgte. In der Folge entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel, ehe die Rheinländer zunehmend das Kommando übernahmen. Angeführt von Dennis Heinzmann (19 Punkte, 9 Rebounds) und John Williams (16 Punkte, 3 Rebounds) setzten sich die Gäste Mitte des ersten Viertels ab. Vor allem von außen fanden die Dragons kaum ihren Rhythmus. Insgesamt nahmen sie 41 Dreier, trafen jedoch nur 8 (20 %), während Leverkusen deutlich effizienter agierte. Ein 9:0-Lauf der Gäste brachte eine klare Führung, die bis zum Viertelende Bestand hatte (17:28).

Im zweiten Abschnitt präsentierten sich die Dragons deutlich verbessert. Ivan Volf eröffnete mit einem Dreier, ehe Epke Kruthaup (9 Punkte, 7 Rebounds) und Buzz Anthony (17 Punkte, 4 Assists) das Spiel der Gastgeber belebten. Die Dragons kämpften sich Schritt für Schritt zurück, Kruthaup verkürzte per Dreier auf 29:32. Dennoch blieb Leverkusen vor allem über Heinzmann gefährlich, der sich immer wieder geschickt in der Zone positionierte und Fouls zog: ein Faktor, der sich auch in der Foulbelastung der Dragons bemerkbar machte. Oehle, Lastring und Ruf sammelten früh persönliche Fouls. Kurz vor der Halbzeit brachte ein starker Schlussspurt der Dragons den Anschluss, sodass es mit 40:43 in die Pause ging.

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie intensiv und von vielen vergebenen Chancen geprägt. Die Dragons ließen weiterhin einige Würfe von außen liegen, arbeiteten sich aber über Einsatz und Teamspiel zurück ins Spiel. Petrone traf einen wichtigen Dreier, Ndi (16 Punkte, 5 Rebounds, 3/6 3P) sorgte wenig später per And-one für den Ausgleich (49:49). Die Führung wechselte nun mehrfach, ehe die Dragons sich kurzzeitig absetzen konnten: Ndi traf von außen, Lanmüller legte aus der Mitteldistanz nach, und Oehle sorgte nach schönem Zuspiel ebenfalls für wichtige Punkte. Mit einer knappen 63:59-Führung gingen die Dragons in das Schlussviertel.

Dort entwickelte sich eine enge und umkämpfte Schlussphase. Nach einem zunächst schleppenden Start übernahmen die Gäste wieder die Führung, ehe Lastring per Dreier konterte. Eine ungeplante Unterbrechung durch einen Defekt der 24-Sekunden-Uhr sorgte zusätzlich für eine ungewöhnliche Pause, bevor die Crunchtime eingeläutet wurde.
In den letzten Minuten wechselte die Führung mehrfach. Ndi brachte die Dragons per Dreier in Front, Anthony erhöhte wenig später mit einem schwierigen Korbleger. Doch Leverkusen blieb dran, vor allem Kobe Langley (16 Punkte, 6 Assists) übernahm nun Verantwortung. Nachdem Lanmüller drei Minuten vor Schluss noch zur 75:72-Führung getroffen hatte, glich Langley wenig später aus und traf anschließend einen schweren Dreier aus dem Dribbling zur 79:80-Führung. Die Dragons antworteten zunächst: Anthony brachte sein Team per Korbleger wieder nach vorne (81:80), doch erneut hatte Langley die passende Antwort und traf den nächsten Dreier zur 81:83-Führung. 38 Sekunden vor dem Ende wurde Anthony an die Linie geschickt, traf jedoch nur einen Freiwurf (82:83). In der entscheidenden Phase blieb es hektisch: Beide Teams ließen Chancen liegen, ehe Anthony 17 Sekunden vor Schluss einen Dreier vergab. Im Anschluss stoppte er das Spiel per Foul, musste jedoch mit seinem fünften persönlichen Foul vom Feld. Langley blieb an der Linie eiskalt und stellte auf 82:85. Die Dragons erhielten noch eine letzte Möglichkeit: Lanmüller traf zunächst einen Freiwurf, verwarf den zweiten bewusst. Der Ball ging beim Reboundkampf ins Aus, sodass Quakenbrück bei noch drei Sekunden Restzeit erneut in Ballbesitz kam. Der letzte Dreier von Lanmüller mit der Schlusssirene verfehlte jedoch sein Ziel knapp.

So endet eine umkämpfte Partie mit 83:85 zugunsten der Gäste aus Leverkusen. Die Dragons nutzten die Begegnung, um verschiedene Lineups zu testen und Spielern wichtige Minuten zu geben, mussten sich am Ende jedoch geschlagen geben.

Statement Headcoach Hendrik Gruhn:
„Ich bin zunächst froh, dass alle das Spiel heil überstanden haben, das war das Allerwichtigste. Das war auch der Grund, warum wir Ben und Amir nicht haben spielen lassen. Ich habe viele Dinge gesehen, die mich gefreut haben, am meisten freue ich mich jedoch für Epke. Er hat heute so gespielt, wie er auch in der NBBL spielen würde, er ist einfach ein geiler Zocker. Wir haben als Team mit 8 von 41 Dreiern miserabel getroffen. Ich glaube, wenn wir besser getroffen hätten, hätten wir das Spiel komfortabel gewonnen, aber das ist jetzt belanglos. Jetzt gilt es, kurz zu regenerieren, dann geht der Fokus voll auf Bremerhaven.“

Nach Abschluss der Hauptrunde richtet sich der volle Fokus nun auf die Playoffs: Am kommenden Mittwoch starten die Dragons bei den Eisbären Bremerhaven in die erste Runde.

 

 

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