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27.11.2022
Dragons unterliegen knapp in Tübingen

Flomo: „Für uns war heute mehr drin“

Trotz großem Kampfes schafften es die Drachen es dieses Mal nicht, etwas Zählbares aus Tübingen mitzunehmen. (Foto: Pressefoto Ulmer)

Die fünf Spiele anhaltende Siegesserie der Artland Dragons ist gerissen. Gegen Spitzenreiter Tübingen verlor man denkbar knapp mit 73:70. Dabei waren vor allem die Wurfquoten in der ersten Halbzeit ausbaufähig. Topscorer bei den Dragons waren William Christmas und Kapitän Demetrius Ward mit jeweils 15 Punkten.

Beide Mannschaften starteten extrem kalt in die Partie. Es dauerte dreieinhalb Minuten, ehe der erste Versuch aus dem Feld den Weg durch die Reuse fand. Die Drachen hatten vor allem mit der aggressiven Defensive der Gastgeber zu kämpfen. William Christmas zeigte sich mit drei Freiwürfen und einem Layup für die ersten fünf Punkte der Burgmannsstädter verantwortlich. Zwar erarbeiteten sich die Drachen mehrere Gelegenheiten von der Freiwurflinie, zeigten allerdings auch dort Nerven. So ging es mit einem 9:13 aus Sicht der Dragons ins zweite Viertel.

Auch das zweite Viertel begann mit stockender Offensive seitens der Drachen. Kapitän Ward traf zwar nach einer gespielten Minute im zweiten Viertel den ersten Dreier im Spiel für die Dragons, dies blieb jedoch der einzige erfolgreiche Wurf vom Perimeter in der gesamten ersten Hälfte. Tübingen hingegen hatte jetzt den eignen Rhythmus gefunden. Keppler und Ersek sorgten gemeinsam für die erste zweistellige Führung im Spiel (22:12) und zwangen Headcoach Patrick Flomo zu einer Auszeit. Aus dieser kamen die Dragons leicht verbessert zurück aufs Spielfeld. In dieser Phase des Spiels suchten die Drachen immer wieder ihre Big Men, die für nahezu alle Punkte im zweiten Viertel sorgten. Zudem erarbeitete sich William Christmas immer wieder Gelegenheiten von der Freiwurflinie. In einem wirklichen Rhythmus konnte man sich jedoch nicht spielen, weswegen Tübingen die Führung souverän verwalten konnte. Zumindest sorgte Marko Bacak kurz vor Ende des Viertels mit einem krachenden Dunk dafür, dass man mit einem einstelligen Rückstand in die Pause ging (38:29).

Patrick Flomos Halbzeitansprache schien die richtigen Noten getroffen zu haben, denn die Drachen kamen mit einem komplett anderen Gesicht aus der Kabine. Perry und Bradley läuteten mit zwei getroffenen Dreiern die Aufholjagd ein. Auch defensiv zogen die Dragons jetzt die Daumenschrauben an und ließen in den ersten vier Minuten des dritten Viertels nicht einen einzigen Punkt der Gastgeber zu. Center Marko Bacak sorgte mit einem Layup kurz darauf für die erste Führung der Burgmannsstädter seit Beginn des Spiels (38:39). Allmählich fanden die Tübinger ihren Rhythmus wieder und schafften es, beständig zu scoren. In dieser Phase übernahm der starke Demetrius Ward Verantwortung und baute die Führung mit fünf Punkten in Folge aus (43:48). Den Schlusspunkt des Viertels setzte US-Big De’Vondre Perry mit einem weiteren Dreier (47:54).

Zu Beginn des Schlussabschnittes erhöhten beide Mannschaften die Intensität in der Verteidigung und ließen in den ersten zwei Minuten keinen erfolgreichen Wurf aus dem Feld zu. Zum Leidwesen der Drachen zog sich William Christmas in dieser Phase eine Oberschenkelverletzung zu und konnte nicht mehr weiter machen. Jedoch ist nicht davon auszugehen, dass der US-Amerikaner länger ausfällt. Trotz dieses kleinen Schockmoments war es Kapitän Ward, der Verantwortung übernahm und die Führung vom Perimeter auf neun Punkte ausbaute. Die Tübinger Offensive hatte sich nun allerdings wieder gefangen und glich das Spiel  mit einem 10:1 Lauf aus. Nun waren die Drachen wieder an der Reihe und setzten sich mit zwei getroffenen Versuchen vom Perimeter etwas ab (58:64). In der Folge gelang es den Drachen jedoch nicht mehr, die Intensität in der Defensive aufrecht zu erhalten, weswegen man die Tübinger ein ums andere Mal an die Linie schickte. Erol Ersek gelang es, mit zwei gut herausgespielten Dreiern das Spiel auszugleichen, ehe er mit einem weiteren Dreier 18 Sekunden vor der Schlussirene zur erneuten Führung der Tübinger scorte. Den letzten Angriff der Drachen unterbanden die Gastgeber mit ihrem letzten zu gebenden Foul. Bei noch 2,6 Sekunden auf der Uhr gelang es den Drachen nicht mehr, sich einen guten Wurf herauszuspielen und so endete das Spiel nach hartem Kampf in einer Niederlage für die Artland Dragons.

Headcoach Patrick Flomo zeigte sich enttäuscht über die knappe Niederlage beim Tabellenführer: „Eine sehr schmerzhafte Niederlage. Beide Teams hatten einen schlechten Start ins Spiel, der sich für uns auch im zweiten Viertel fortgesetzt hat. Wir haben trotz der schlechtesten Halbzeit in dieser Saison nur mit neun Punkten zurück gelegen. Dennoch bin ich stolz auf meine Mannschaft, dass sie die richtige Reaktion darauf gezeigt hat. In der zweiten Halbzeit haben wir uns bessere Würfe erarbeitet, es jedoch verpasst, das Spiel zu zumachen. Am Ende hat uns der letzte Biss in der Defensive gefehlt, weswegen wir Tübingen zu viele gute Würfe gegeben haben. Auch Tübingen hat phasenweise nicht ihren besten Basketball gezeigt, was es umso trauriger macht, dass wir am Ende mit leeren Händen nach Hause fahren. Heute wäre sicherlich mehr drin gewesen.“

Die Artland Dragons bedanken sich bei den mitgereisten Fans für die Unterstützung in der Halle. Als nächstes empfangen die Dragons die Kirchheim Knights am 04.12.2022 um 17 Uhr.

 

Die Starting Five:

Perry (13 PTS / 9 REB / 1 AST)

Bradley (12 PTS / 4 REB / 3 AST)

Christmas (15 PTS / 7 REB / 3 AST)

Grüttner Bacoul (0 PTS / 3 REB / 0 AST)

Bacak (9 PTS / 8 REB / 0 AST)

 

Von der Bank:

Zdravevski (1 PTS / 0 REB / 0 AST)

Döding (3 PTS / 1 REB / 0 AST)

Hundt (0 PTS / 0 REB / 0 AST)

Weitzel (2 PTS / 6 REB / 1 AST)

Ward (15 PTS / 4 REB / 0 AST)

 

Link zum ausführlichen Boxscore: live.2basketballbundesliga.de/g/109037

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