09.03.2017
Start in die heiße Saisonphase

In der ersten Playoff-Runde treffen die Artland Dragons als zweitplatziertes Team der ProB-Nordstaffel am kommenden Samstag, dem 11. März auf die TG s.Oliver Würzburg, die in der ProB-Südstaffel auf dem siebten Platz landete. Tip-off in der Artland Arena ist zur gewohnten Zeit (19:30 Uhr).

Die Playoffs – fünfte Jahreszeit für alle Basketballfans – versprechen packende Spiele. (Foto: Christian Wüst)

Die Würzburger, Farmteam des easyCredit Basketball-Bundesligisten s.Oliver Würzburg, hielten bis zum letzten Hauptrunden-Spieltag am vergangenen Samstag die Spannung hoch. Erst mit dem denkbar knappen 72:71-Auswärtssieg bei der BG Karlsruhe sicherten sich die Unterfranken einen der begehrten Playoff-Plätze. Würzburgs Headcoach Peter Günschel sprach von einem Wunder, beim heimstärksten ProB-Süd-Team BG Karlsruhe gewonnen zu haben und lobte seine Mannschaft für eine sehr disziplinierte Leistung. Mann des Spiels war der 21-jährige A2-Nationalspieler Max Ugrai, der mit 25 Punkten und zwei eiskalt verwandelten Freiwürfen wenige Sekunden vor Schluss das „Wunder von Karlsruhe“ besiegelte.

Artland-Dragons-Geschäftsführer Marius Kröger begrüßt bereits am Freitag das Team vom Main, das die Reisestrapazen durch die frühe Anreise mildern will, und freut sich auf eine spannende Partie: „Am Samstag werden wir eine tolle Playoff-Atmosphäre in der Halle erleben. Ich erwarte ein sehr intensives und umkämpftes Spiel. Würzburg ist ein junges Team, viele Spieler sind schnell unterwegs. Wir müssen hellwach bleiben, dann sehe ich eine gute Chance, in der Serie mit 1:0 in Führung zu gehen.“

Neben Ex-Drache Christian Hoffmann gibt der 19-jährige Marvin Heckel auf der Point-Guard-Position den Ton an. Auf dem Flügel hält Dragons-Scout Lukas Feldhaus den US-amerikanischen Marcellus Barksdale für den gefährlichsten Würzburger Spieler. „Barksdale hat einen sehr guten Drive zum Korb und kann mit beiden Händen gleichermaßen abschließen.“ Unterm Korb bekommen es die Drachen mit dem ProA-erfahrenen Christoph Hackenesch sowie mit dem 2,13 Meter großen Georg Voigtmann, zwei Jahre jüngerer Bruder von Nationalspieler Johannes Voigtmann, zu tun. Voigtmann hat zudem einen guten Wurf von der 6,75-Meter-Linie: 26 von 62 Dreiern fanden ihr Ziel, das macht eine Quote von 41,9 Prozent. Auffällig ist für Feldhaus zudem, dass die Würzburger relativ wenige Drei-Punkte-Würfe nehmen, dafür aber oft den Weg zum Korb suchen und dadurch viele Fouls ziehen. Auch leisten sie sich relativ viele Ballverluste (401 insgesamt), wohingegen die Drachen in dieser Saison gut auf den Ball aufpassen (285 Ballverluste insgesamt).

Dirk Bauermann, Headcoach von s.Oliver Würzburg, feierte einst als Bamberger Trainer in der Artland Arena eine deutsche Meisterschaft. Jetzt könnte eine Entscheidung von ihm Quakenbrück in die Karten spielen. Parallel zum ProB-Playoff-Spiel am Samstagabend tritt das Bauermann-Team in der easyCredit BBL auswärts bei ALBA Berlin an. Es ist gut möglich, dass ProB-Leistungsträger Max Ugrai, der in dieser Saison auch regelmäßig fast 20 Minuten in der easyCredit BBL spielt, von Bauermann mit nach Berlin beordert wird.  Eine Option, um die das Quakenbrücker Trainergespann weiß, sich aber keinesfalls darauf verlässt. „Wir bereiten uns immer auf alle Spieler vor“, betont Artland Dragons Trainer Florian Hartenstein.

Trainer Christian Greve beschreibt die TG s.Oliver Würzburg als ein Team, das schwer berechenbar sei. „Sie verteidigen zum Beispiel das Pick-and-Roll ganz unterschiedlich. Man weiß nicht, ob sie sich einfach gut auf den Gegner einstellen oder vieles ausprobieren. Wir erwarten auf jeden Fall ein temporeiches Spiel und sind leicht favorisiert. Unsere individuelle Qualität müssen wir aber aufs Parkett bringen.“ Zum Matchplan gehört zudem die weiter verbesserte Zonenverteidigung. „Wir spielen nicht die übliche Zone, wo die Spieler nur auf ihren Positionen bleiben, sondern eine recht aggressive Zone, bei der alle eng an ihren Gegenspielern sind und auch ganz gut rotieren. Die Guards üben vorne viel Druck aus, dadurch können wir unsere großen Spieler etwas mehr vor Fouls schützen“, beschreibt Hartenstein die Dragons-Zone. Greve ergänzt: „Die Zone hat uns im Spiel gegen Schalke auch beim Rebounden geholfen, nachdem wir beim Spiel in Itzehoe noch zu viele Lücken hatten.“ Die Konstanz in der Verteidigung ist weiterhin ein Schwerpunkt im Training, an dem alle Spieler gesund und fit teilnehmen.


Playoff-Fieberkurve in Quakenbrück steigt


Markante Bauwerke wie die Hohe Pforte und die St. Sylvesterkirche werden wieder rot illuminiert, zahlreiche „Dragons on Fire“-Plakate zieren das Stadtbild und viele Schaufenster werden mit Artland-Dragons-Utensilien geschmückt. Sponsorentermine und Autogrammstunden finden in dieser Woche statt und das Team wird zudem auf übliche Rasur-Utensilien verzichten. Die Spieler machen bei der Aktion Playoff-Bart mit und lassen dem Bartwuchs freien Lauf. Bei der Aktion sind Fans aufgerufen, sich eine Playoff-Gesichtspracht wachsen zu lassen und Fotos vom Playoff-Bart bis drei Tage nach dem letzten Spiel an die Geschäftsstelle zu mailen (office@artland-dragons.de) oder auf der Facebook-Seite der Dragons zu posten. Das Team wird den Gewinner küren und mit einem spannenden Geschenk prämieren.


Projekt „Alley Oop“ startet


Die Artland Dragons engagieren sich auch im sozialen Leben der Region. Demnächst geht der Klub mit dem Projekt „Alley Oop“ an den Start. Zur Zielgruppe unter den Teilnehmenden gehören benachteiligte 14- bis 18-Jährige, die in Bezug auf Zukunftschancen im späteren Berufsleben unterstützt werden sollen. Begonnen mit dem sogenannten Kick-off am 17. April (17:00 Uhr, Dragons Center) finden im Zeitraum von anderthalb Jahren insgesamt drei oder vier Veranstaltungen (Basketballtraining mit den Profis, Motivationsveranstaltung, Besuch eines Basketballspiels) statt. Anschließend werden die Artland Dragons für die Jugendlichen Kontakt zu Sponsoren initiieren. „Am Ende besteht vielleicht die Chance auf einen Praktikums- oder Ausbildungsplatz. Das wäre ein großer Erfolg“, stellt Dragons-Geschäftsführer Marius Kröger in Aussicht. „Wahrscheinlich kennt jeder Menschen aus dem Umfeld, denen aufgrund von schwierigsten Voraussetzungen einige Chancen verwehrt sind. Wenn ihnen über einem stabilen Zeitraum Vertrauen entgegengebracht wird und ein Ziel in Aussicht gestellt wird, kann das oft Wunder wirken.“
 
Tatkräftig unterstützt werden die Drachen beim Projekt „Alley Oop“ durch Stephanie Thiering vom Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk (EFJ), die 100 Einladungskarten an Jugendliche in den Umlauf bringen wird, sowie Katharina Vater und Peter Hohnhorst von der Wirtschaftsförderung Samtgemeine Artland. „Es wäre eine riesige Sache, wenn das Projekt ‚Alley Oop‘ den teilnehmenden Jugendlichen als Sprungbrett dienen könnte“, freut sich Marius Kröger auf den Kick-off.

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