08.01.2017
Niederlage zum Jahresauftakt

Im ersten Spiel im neuen Kalenderjahr unterlagen die Artland Dragons den MTV Herzögen Wolfenbüttel 87:69 (43:29).

Konnte die Niederlage nicht verhindern: Dragons-Topscorer Matt Reid (19 Punkte). (Foto: Christian Wüst)

30:11 – im zweiten Viertel stellten die heimischen Herzöge die Weichen für den deutlichen Erfolg über Drachen, die ohne Kenneth Cooper und Greg Graves (beide Knieprobleme) auskommen mussten. Vor allem die Wolfenbütteler Zonenverteidigung bereitete den Burgmannsstädtern gravierende Probleme.

Dabei starteten die Drachen vielversprechend in die Partie: Philipp Lieser ergriff die Initiative, zog zweimal aggressiv zum Korb und markierte vier der ersten neun Punkte für die Quakenbrücker (4:9, 4. Spielminute). Mit ihrer harten Mannverteidigung kontrollierten die Dragons das Tempo der Anfangsminuten und im Angriff schlugen sie konsequent ihren Mann im Eins-gegen-Eins. Rückkehrer Henje Knopke gab den Gastgebern nach seiner Einwechslung einen Schub. Darüber hinaus fanden die beiden Schlüsselspieler Demetrius Ward und Khalil Kelley besser ins Spiel. Durch fünf Punkte in Serie von Center Kelly (insgesamt 26 Zähler) verkürzte Wolfenbüttel auf 11:13 (8.). Nach dem ersten Viertel stand es 13:18 für die Gäste aus dem Artland, die mit dem Start des zweiten Spielabschnitts einen abrupten Bruch im Spiel erlitten.

Die MTV Herzöge stellten schon gegen Ende des ersten Viertels auf eine Ganzfeld-Ball-Raum-Verteidigung um. Mit zunehmender Dauer wurden die Drachen nervös und so verloren sie den Ball manchmal bereits in der Nähe der Mittellinie. Einem Korbleger von Blanchard Obiango zum 13:22 (12.) folgte ein 28:3-Lauf der Gastgeber (41:25, 19.), die sich vor heimischer Kulisse in einen Rausch spielten. Durch einen Dreier mit Ablauf der Vierteluhr von Dragons-Spielmacher Matt Reid blieben die Burgmannsstädter nach zwanzig gespielten Minuten zumindest noch in Reichweite (43:29).

Nach der Halbzeitpause behielt vor allem Wolfenbüttels kongeniales Duo, bestehend aus Ward und Kelley, ihr heißes Händchen. Nachdem zudem Power Forward Jörn Wessels zwei Dreier in Serie verwandelte, sahen die Hausherren bereits wie der sichere Sieger aus (56:33, 24.). Zu allem Überfluss war die lange Garde der Drachen bereits eingangs des dritten Viertels stark foulbelastet, nachdem Neuzugang Mark Nwakamma früh in der zweiten Halbzeit sein viertes persönliches Foul beging.

Dennoch gelang Chris Frazier und Co. im Schlussabschnitt ein Mini-Comeback. Philipp Lieser schnappte sich einen Pass von Lars Lagerpusch und Stacy Wilson verkürzte auf der Gegenseite zum 72:61 (34.). Im richtigen Augenblick übernahm Demetrius Ward für die Herzöge Wolfenbüttel jedoch wieder das Kommando. Immer wieder ließ der Combo Guard die Uhr herunterticken, um am Ende der Wurfuhr zum Korb zu ziehen und dann den freien Mitspieler – oft Khalil Kelley – in Szene zu setzen oder selbst zu punkten. Mit 22 Punkten und 9 Assists war Ward der überragende Akteur, der vor allem in sämtlichen kritischen Momenten zur Stelle war. Somit ließen die Herzöge keine Zweifel mehr aufkommen. 

In der kommenden Woche empfangen die Artland Dragons zum ersten Heimspiel im Jahr 2017 die Baskets Akademie Weser-Ems/OTB zum Derby (15. Januar, 17:00 Uhr).

Für die Artland Dragons spielten: Reid (19 Punkte/3 Dreier, 2 Ballgewinne), Rockmann (6/1), Fumey (10, 5 Rebounds), Lieser (7, 4 Rebounds, 4 Assists, 2 Ballgewinne), Nwakamma (3, 2 Assists), Dimitrijevic (0), Obiango (5, 6 Rebounds, 2 Assists), Frazier (14/3).

Für die MTV Herzöge Wolfenbüttel spielten: Ebert (0, 3 Assists), Ward (22/1, 6 Rebounds, 9 Assists, 3 Ballgewinne), Pöschel (2), Bilski (3), Kelley (26, 11 Rebounds), Westerhaus (0), Knopke (9/1, 2 Ballgewinne), Lagerpusch (9, 4 Rebounds, 2 Ballgewinne), Wessels (10/2), Mahfouz (6/1).

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