19.02.2017
LOK Bernau behauptet Tabellenführung

Die gute Nachricht zuerst: Die Artland Arena war am vergangenen Samstagabend mit 3000 Zuschauern ausverkauft.

Matt Reid und seine Dragons bleiben nach der Niederlage durch Bernau auf Rang zwei. (Foto: Christian Wüst)

Gemäß der vorab vereinbarten Stadtwette wird nach dem letzten Hauptrunden-Heimspiel gegen den FC Schalke 04 Basketball (4. März, 19:30 Uhr) ein Fanfest veranstaltet. Die aus Artland-Dragons-Sicht schlechte Kunde: Die Burgmannsstädter verloren im Spitzenspiel gegen LOK Bernau deutlich mit 66:86 (24:51).

Fans und Mannschaft beider Klubs nahmen sich anlässlich des Topspiels um den ersten Tabellenplatz einiges vor. Entsprechend umkämpft gestalteten sich die ersten Sequenzen der Partie. Kapitän Benjamin Fumey erzielte die ersten Punkte, auf die das Berliner Talent Tim Schneider mit einem erfolgreichen Mitteldistanzwurf antwortete (2:2, 2. Spielminute). Fumey war es auch, der nach einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler kurzzeitig in der Kabine behandelt werden musste. Chris Frazier markierte inzwischen die nächsten Zähler – gleichbedeutend allerdings mit der letzten Führung der Dragons im kompletten Spiel.

LOK Bernau setzte allen voran in der Verteidigung den Ton und doppelte mitunter immer wieder die lange Garde der Quakenbrücker. Im Angriff profitierte der Kooperationspartner von ALBA Berlin von seinen Rebounds nach dominanter Defense. Allen voran Spielmacher Pierre Bland initiierte einen Schnellangriff nach dem anderen und variierte gleichzeitig auch in beeindruckender Manier das Tempo. Nach einem erfolgreichen Korbleger und Bonusfreiwurf durch Bland führten die Gäste 9:16 (6.). Matt Reid konterte zwar mit einem schnellen Dreier (12:16), jedoch behielt Bernau vor einer beachtlichen Kulisse in der Artland Arena fortwährend die Contenance. Ex-BBL-Profi Robert Kulawick netzte einen seiner vier erfolgreichen Dreipunktwürfe ein und leitete einen 2:17-Lauf für sein Team ein (16:33, 11.).

Im Laufe der ersten Halbzeit spielte sich Bernau förmlich in einen Guss. Fast jeder Wurf fand zwischenzeitlich sein Ziel. Ein weiterer Kulawick-Dreier zum 20:49 (17.) bedeutete die höchste Führung in der Partie. In Halbzeit eins versenkte der Tabellenführer 68 Prozent seiner Würfe aus dem Feld, darunter 64 Prozent seiner Dreier. Die Dragons dagegen konnten nur einen von zwölf Distanzwürfen in den Korb befördern.

In der zweiten Hälfte traten die Burgmannsstädter mit vergleichsweise mehr Energie auf. Zwischenzeitlich schöpften Chris Frazier und Co. noch einmal marginale Hoffnung, nachdem ebenjener Frazier per Dreier zu einem 7:0-Lauf beitrug (40:60, 26.). Gedanken an eine Aufholjagd wurden aber schnell gedämmt, als die Gäste gnadenlos mit einem 2:9-Lauf ihrerseits konterten (44:71, 30.)

Das dritte und vierte Viertel wurden im Endeffekt zunehmend auch den Jugendspielern Danielius Lavrinovicius, Thorben Döding und Johann Potratz gewidmet. Vor allem auf Döding kam einiges an Arbeit zu, da Philipp Lieser grippegeschwächt passen musste. Spannung hielt das Spitzenspiel in der zweiten Halbzeit jedenfalls keine mehr bereit. Die stimmungsvollen mitgereisten Bernauer Fans feierten schließlich einen klaren Erfolg ihrer Mannschaft.

Dragons-Trainer Christian Greve honoriert die Vorstellung von LOK Bernau: „Wir sind nicht mit der Durchschlagskraft aufgetreten, die man sich in einem solchen Topspiel vor dieser Kulisse wünscht. Bernau hatte einige offene Würfe, diese aber auch traumwandlerisch getroffen. Unser Gegner war heute in fast allen Belangen überlegen. Wir haben heute aufgezeigt bekommen, woran und wie hart wir bis zum Playoff-Start noch arbeiten müssen.“

Die Artland Dragons verharren zwei Spieltage vor Hauptrunden-Ende auf Tabellenplatz zwei, den sie am kommenden Samstag im Auswärtsspiel bei den Itzehoe Eagles (25. Februar, 19:30 Uhr) behaupten möchten.

Viertelergebnisse: 14:30, 10:21, 25:20, 17:15

Für die Artland Dragons spielten: Reid (6 Punkte/1 Dreier, 5 Assists, 2 Ballgewinne), Döding (0), Rockmann (12), Potratz (0), Graves (20/2, 5 Rebounds), Fumey (6), Wilson (7/1), Nwakamma (2), Obiango (0), Frazier (13/1), Lavrinovicius (0); ohne Einsatz im Kader: Dimitrijevic. Philipp Lieser fehlte grippegeschwächt.

Für LOK Bernau spielten: Wohlrath (3), Bland (16, 5 Rebounds, 7 Assists), J. Hundt (6/1), Zylka (6), Adamczak (4/1), Böhm (8, 5 Rebounds), Schneider (16/2, 10 Rebounds, 4 Assists), Kovalev (2), Parker-Rivera (2, 6 Rebounds), Glöckner (9), Kulawick (14/4), Valentic (0).

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