02.03.2017
Hauptrunde endet mit wichtigem Platzierungsspiel

Die Artland Dragons erwarten zum letzten Hinrundenspiel den erfolgreichen Aufsteiger Schalke 04, der wie die Drachen die Playoff-Teilnahme sicher hat.

Point Guard Matt Reid zieht im Hinspiel drei Gegenspieler auf sich und gibt einen no-look-Pass. (Foto: Christian Wüst)

Die Königsblauen stellten am vergangenen Spieltag mit einem ungefährdeten 75:61-Heimsieg gegen Revierrivale Citybasket Recklinghausen die Teilnahme an den Playoffs der ProB-Saison 2016/2017 klar und liegen damit im Soll der eigenen Ansprüche. Das Team um Chefcoach Raphael Wilder kann in der Artland Arena am kommenden Samstag, dem 4. März 2017, befreit aufspielen. Tip-Off zu dem Spiel, in dem es für die Artland Dragons um wichtige Punkte im Kampf um die vorderen Tabellenplätze geht, ist zu gewohnter Zeit um 19:30 Uhr.

„Die Partie ist für uns ein wichtiges Platzierungsspiel. Es geht darum, nicht auf Platz vier abzurutschen, sondern, falls Oldenburg patzen sollte, sogar Platz zwei ins Visier zu nehmen“, blickt Artland Dragons Geschäftsführer Marius Kröger mit viel Spannung auf den letzten Spieltag. Erst nach den Begegnungen – alle Spiele in der ProB Nord und Süd beginnen am Samstag um 19:30 Uhr – wird feststehen, gegen wen die Artland Dragons in der ersten Playoff-Runde antreten müssen. Es kommen aus der ProB Süd je nach Spieltagverlauf die Teams aus Leverkusen, München, Karlsruhe, Würzburg, Rhöndorf und Lich in Frage. Fest steht allerdings der genaue Termin: Das erste Playoff-Spiel der Artland Dragons findet zum Wunschtermin am Samstag, dem 11. März um 19:30 Uhr in der Artland Arena statt. Ob die vierzehn Jahre alte und aktuell defekte Anzeigetafel sowie die 24 Sekunden Uhr zu den Playoffs wieder repariert sein werden, ist noch nicht abschließend geklärt. „Die Tafeln stammen von einem spanischen Hersteller. Da unsere lokalen Elektriker den Schaden leider nicht beheben können, brauchen wir einen Techniker des Herstellers. Leider ist noch kein fester Termin in Sicht“, bedauert Kröger den Ausfall der großen Anzeigetafel.

Alle Drachen sind zur Zeit gesund und munter an Bord. Die in Itzehoe verletzungsbedingt pausierenden Benjamin Fumey – der Kapitän trug im Hinspiel mit 23 Punkten wesentlich zum Sieg auf Schalke bei – und Mark Nwakamma sind wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Das Trainergespann Christian Greve und Florian Hartenstein sind zuversichtlich, dass beide gegen Schalke spielen können.

Auch wenn Schalke-Center Daniel Boahene wegen einer Suspendierung am Samstag fehlen wird, sieht Hartenstein eine schwere Aufgabe auf sein Team zukommen: „Wenn ein Spieler fehlt, kann das ein Team auch zusammenschweißen und gefährlich machen. Wir hoffen natürlich, dass wir es bei den Rebounds zu unseren Gunsten nutzen können. Zudem erwarte ich eine konstant gute Leistung von uns in der Verteidigung. Wir haben sicher eine hohe Qualität, aber wir sind noch den Beweis schuldig, diese Qualität vollständig auf dem Parkett zu zeigen und ein hohes spielerisches Level zu halten. Die Jungs wissen das und setzen sich auch selbst unter Druck, endlich mal ihre komplette Leistungsfähigkeit abzurufen.“

Dreh- und Angelpunkt im Schalker Team ist Point Guard Courtney Belger, der sowohl in der Offense wie auch in der Defense den Ton angibt und für die kreativen Momente zuständig ist. Der US-Amerikaner liefert im Durchschnitt 15,9 Punkte, 5,4 Assists und 5,7 Rebounds und zeigt mit 78,3 Prozent Trefferquote an der Freiwurflinie ein sicheres Händchen. Der zweite US-Amerikaner im Team, Shooting Guard Patrick Carney, ergänzt effektiv den Schalker Backcourt. Vor allem von der Dreierlinie ist der 31-Jährige mit einer 40,2-prozentigen Erfolgsquote sehr gefährlich. Im ProB-Nord-Punkte-Ranking der Shooting Guards reiht er sich direkt hinter Drachenschütze Chris Frazier auf Platz vier ein.

Drachen-Scout Lukas Feldhaus sieht die hohe Schalker 96:72-Auswärtsniederlage am 16. Januar 2017 in Rostock als Wendepunkt in den bis dahin stark schwankenden königsblauen Leistungen. Am folgenden Spieltag fegten sie keinen Geringeren als Tabellenführer Lok Bernau mit 90:84 aus der heimischen Halle. „In der Hinrunde waren sie in der Lage, jeden zu schlagen, aber auch gegen jeden zu verlieren. Das Team hat sich stabilisiert und sich zu Recht für die Playoffs qualifiziert“, schätzt Feldhaus den königsblauen Aufsteiger ein.

 

Thorben Döding und Danielus Lavrinovicius erreichen beim Adidas Next Generation Tournament Platz drei


Gut gelaunt, aber etwas müde kehrten Thorben Döding und Danielius Lavrinovicius vom Adidas Next Generation Tournament (ANGT) als Drittplatzierte aus Belgrad zurück. Drei von vier Spielen konnten sie als Gastspieler der Porsche BBA Ludwigsburg gewinnen. „Es hat ihnen sehr viel Spaß gemacht, auf einem hohen Level Basketball zu spielen“, spricht Hartenstein als NBBL-Headcoach für die beiden Talente. Im Spiel um Platz drei gegen Sarajevo zeigten beide gute Leistungen.

Döding stand 25:09 Minuten auf dem Parkett, machte neun Punkte, gab starke acht Assists, holte sechs Rebounds und klaute gleich sechsmal den Ball aus gegnerischen Händen. Der Point Guard teilt sich zusammen mit drei anderen Spielern des Turniers den ersten Rang bei den Steals mit 2,5 Ballgewinnen pro Partie, während er mit 5,5 Assists (3.) und einem Index Rating von 14,8 (9.) ebenfalls zwei weitere Platzierungen unter den besten zehn Spielern des Turniers erreichte. Auch Lavrinovicius kam im Laufe des Turniers immer besser zurecht. Im Spiel um Platz drei legte er bei 21:23 Spielminuten ein Double-Double aus 16 Punkten und zehn Rebounds auf. Zudem vertrat er Ludwigsburg beim Dunk-Contest des ANGT. „Das macht uns natürlich stolz und spricht für die gute Jugendarbeit in Quakenbrück“, freut sich Kröger über die erfolgreiche Teilnahme der beiden Nachwuchsspieler.

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