26.01.2017
Erste Auswärtsaufgabe für neues Trainerduo Hartenstein/Greve

Der 17. Spieltag der ProB Nord beschert den Artland Dragons am kommenden Sonntag, den 29. Januar, ein Nachmittags-Auswärtsspiel beim Sportclub Rist Wedel.

Möglicherweise feiert Gregory Graves beim Auswärtsspiel gegen den SC Rist Wedel sein Comeback. (Foto: Christian Wüst)

Tipoff in der Steinberghalle ist um 17:00 Uhr. Nach zwei erfolgreichen Heimspielen ist die Partie für das neue Artland Dragons-Trainergespann um Florian Hartenstein und Christian Greve die erste auf auswärtigem Parkett.

Gemeinsam anreisen werden die beiden allerdings nicht. Greve ist mit der U14-Niedersachsenauswahl beim Sichtungsturnier „Talente mit Perspektive“ des Deutschen Basketball Bundes am Wochenende in Hamburg dabei und kommt Sonntag zum Team nach Wedel. Dann wird eine intensive Trainingswoche hinter den Drachen liegen. „Die Jungs verstehen immer mehr, dass wir noch einige Level nach oben wollen, was Intensität und Schnelligkeit betrifft. Körperlich ist das noch etwas ungewohnt, auch was die Dauer der Schnelligkeit angeht. Auf dem Weg, was wir anstreben, sind wir erst bei 60 Prozent,“ beschreibt Hartenstein die Übungseinheiten. „Die Abstimmung in der Defensive ist ebenso ein Trainingsinhalt. Wie wir im Spiel gegen Recklinghausen gesehen haben, ist die Verteidigung verbesserungswürdig und noch nicht so, wie Flo und ich es sehen möchten,“ ergänzt Greve. Die Coaches konzentrieren sich aber weniger auf die Analyse des vergangenen Spiels als vielmehr auf die kommenden Aufgaben. „Wir haben in Wedel mit einem Sieg die große Chance, unsere Playoff-Teilnahme sicher zu machen. Das wäre ein guter Schritt. Als nächster Schritt wäre es schön, möglichst weit oben zu bleiben, um unser Heimrecht in den Playoffs so lange wie möglich zu halten,“ blickt Hartenstein auf den Saisonendspurt und ist zudem zuversichtlich, dass Gregory Graves dem Team am Wochenende wieder helfen kann. „Greg ist voll im Mannschaftstraining dabei. Wir werden sehen, wie es am Wochenende aussieht.“

Der SC Rist Wedel steht momentan auf dem achten Tabellenplatz und braucht für die Playoff-Teilnahme jeden Punkt. Daher erwarten die Coaches ein von beiden Seiten hart umkämpftes Spiel. Die Dragons wollen sich als Mannschaft weiter finden, den neuen Stil umsetzen und viel Druck auf den Gegner ausüben. „Vielleicht wird beim Gegner auch Nervosität eine Rolle spielen, weil sie die Punkte dringender braucht als wir,“ vermutet Hartenstein. Greve ergänzt, dass die Wedeler Spieler sehr robust auftreten werden, ähnlich wie Oldenburg. „Das werden wir annehmen und gehen davon aus, dass wir bestehen können.“ Unterstützung dabei bekommen die Dragons aus der Heimat: Ein voll besetzter Bus vom Fanclub Dragonfire und sicherlich auch privat anreisende Fans setzen sich Sonntag in Bewegung, um das Team anzufeuern.

Gleich fünf Wedeler Spieler stehen auch im Kader des Wedeler ProA-Kooperationspartners Hamburg Towers. Rene Kindzeka und Lars Kamp stehen dabei durchschnittlich 15:05 bzw. 16:11 Minuten in der ProA auf dem Parkett. Kindzeka stand beim letzten Heimspiel der Towers gegen die Baunach Young Pikes in der Starting Five und trug mit vier Punkten und zwei Assists zum 91:80-Sieg bei. Der 21-jährige Shooting Guard trumpfte auch beim Hinspiel Ende Oktober 2016 mit 20 Punkten, fünf Rebounds und sechs Assists auf. Dennoch gewannen die Artland Dragons das Spiel deutlich mit 95:69.

Die Towers spielen Samstagabend auswärts bei Jonathan Mesghnas Ex-Club HEBEISEN WHITE WINGS Hanau. „Wir wissen nicht, wie deren Planung ist, gehen aber davon aus, dass alle Spieler am Sonntag im Kader stehen werden. Vielleicht stecken ihnen dann die Reisestrapazen etwas in den Knochen,“ bewertet Greve die Doppelbelastung, warnt aber auch vor den Wurfqualitäten des ProA-erfahrenen Steffen Kiese und des US-Amerikaners Will Barnes. „Wenn einer von ihnen heißläuft, können sie ein Spiel entscheiden. Steffen kenne ich noch aus seiner Regionalliga- und ProB-Zeit in Stade. Er ist intelligent und kann ein Spiel gut lesen. Unterm Korb fehlt Wedel der verletzte Bahner. Aber mit Aurimas Adomaitis werden wir es mit einem echten Brocken zu tun bekommen, der sowohl in der Defense wie auch in der Offense sehr präsent ist. Da kommt auf unsere Großen eine Menge Arbeit zu.“

 

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