06.11.2016
Dritter Sieg in Serie – Sorgen um Mesghna

Am vergangenen Samstagabend fuhren die Artland Dragons in einem Kampf auf Augenhöhe mit den Iserlohn Kangaroos einen 76:71 (30:30)-Erfolg ein. Quakenbrücks Flügelspieler Jon Mesghna verletzte sich derweil unglücklich im Schlussabschnitt. Eine genaue Diagnose steht noch aus.

Schulterte in der zweiten Halbzeit viel Verantwortung: Dragons-Spielmacher Philipp Lieser. (Foto: Christian Wüst)

Die 2304 Zuschauer in der Artland Arena erlebten eine ausgeglichene, defensivbetonte erste Halbzeit – und einen bärenstarken Terrell Harris aufseiten der Gäste: Immer wieder fand der pfeilschnelle US-Flügelspieler den Weg zum Brett. Nach zwanzig Minuten standen für Harris bereits 13 Zähler zu Buche. Bei den Dragons trat einmal mehr Chris Frazier durch seine Treffersicherheit von außen in Erscheinung. Nach zwanzig Spielminuten hatte der Deutsch-Amerikaner bereits 14 Zähler erzielt.

Das Spiel gestaltete sich bis dato extrem ausgeglichen. Den größten Lauf legte in der ersten Halbzeit Iserlohn mit einem 6:0-Zwischenspurt gegen Ende des Auftaktviertels hin (14:18, 10. Minute). Ansonsten wechselten sich die Punkte in schleppenden Intervallen ab, denn beide Mannschaften verteidigten hart und sorgten dafür, dass sowohl die Drachen – neun Ballverluste zur Halbzeit – und die Kangaroos – nur fünf Ballverluste, aber nur 38 Prozent Trefferquote aus dem Feld – offensiv kaum einen Rhythmus generierten. Dragons-Spielmacher Philipp Lieser sah die Schwierigkeiten vor allem im Umgang mit der gegnerischen Verteidigung begründet: „Wir hatten in der ersten Halbzeit Probleme, gegen die sich abwechselnden Defensivsysteme des Gegners gute Entscheidungen zu treffen. In der zweiten Hälfte haben wir das Spiel besser gelesen.“

Das dritte Viertel gestaltete sich ungleich korbreicher. Nach wie vor konkurrierten die bisweilen in der Tabelle punktgleichen Kontrahenten auf Augenhöhe. Terrell Harris knüpfte direkt nach der Halbzeitpause mit einem erfolgreichen Dreier an seine Glanzleistung in den ersten zwanzig Minuten an (32:33, 21.), in der Folge blieb der College-Absolvent jedoch für einige Minuten unauffällig. Bei den Drachen lief der Ball im Mannschaftsverbund nun flüssiger und mehrere Spieler wie Gregory Graves (6 Punkte im dritten Viertel) und Benjamin Fumey (4) leisteten ihren Beitrag zu einem ansehnlichen Offensivspiel, für das die erzielten sieben Assists in jenem Viertel als Beleg dienen.

Vor dem Schlussabschnitt lagen die Drachen hauchdünn mit 53:51 in Front, bevor geradezu ein Dreier-Gewitter über die Kangaroos hereinbrach. Erst versenkte Philipp Lieser einen freien Distanzwurf (58:53, 32.), dann ließ es Matt Reid mit zwei Dreiern in Bedrängnis von außen regnen (64:55, 35.). Im letzten Viertel konnten sich die Gäste allerdings wieder auf Terrell Harris verlassen: Zweimal zog der Musterathlet unermüdlich zum Korb und verkürzte auf 64:60 (36.). In dieser Phase zog Dragons-Flügelspieler Jonathan Mesghna seinerseits in die Zone. Beim Versuch, den Ball nach außen zu passen, landete der Small Forward unglücklich und zog sich dabei eine Knieverletzung zu, deren Schwere im Laufe der kommenden Stunden diagnostiziert wird. 

Die Drachen ließen sich durch den Rückschlag nicht aus dem Konzept bringen, wenngleich Iserlohn mit knallharter, disziplinierter Verteidigungsarbeit ein ums andere Mal Ballverluste bei den Quakenbrückern forcierte. Chris Frazier (19 Punkte) sorgte zwei Minuten vor dem Spielende aber – wieder per Dreier – für Entlastung. Zwar brachte Terrell Harris (27 Punkte) sein Team mit seinem siebten Ballgewinn und anschließenden Punkten (72:67, 40.)  nochmal zurück ins Geschäft, die Drachen zeigten sich von der Freiwurflinie aber nervenstark.

Dragons-Headcoach Dragan Dojcin zeigte sich nach dem Kraftakt erleichtert: „Das war für uns eines der härtesten Spiele in der komplette Saison. Iserlohn spielt eine enorm intelligente Defensive und hat sich speziell für diese Partie nochmal etwas einfallen lassen. Wir haben in der zweiten Halbzeit zumeist die Ruhe bewahrt und das Spiel gut gelesen. Unsere Verteidigung war über die kompletten 40 Minuten in Ordnung.“

Am kommenden Wochenende wollen die Artland Dragons ihre Siegesserie ausbauen, wenn am Samstag (12. November, 19:30 Uhr) der Tabellendritte, die Itzehoe Eagles, zu Gast in der Artland Arena ist. 

Gute Nachrichten gibt es bezüglich Blanchard Obiango: Der Deutsch-Kongolese hat in der vergangenen Trainingswoche zweimal wieder mit er Mannschaft trainiert und wird nun langsam an das Spielpensum herangeführt.

Für die Artland Dragons spielten: Reid (8 Punkte/2 Dreier, 9 Assists), Rockmann (4, 8 Rebounds), Graves (13/1, 10 Rebounds, 4 Assists), Fumey (9/1), Lieser (14/1, 3 Blocks), Cooper (2, 5 Rebounds), Mesghna (7/1), Frazier (19/5); ohne Einsatz im Kader: Dimitrijevic, Obiango. Nicht im Kader: Banko (Fußprobleme).

Für die Iserlohn Kangaroos spielten: Kone (12, 9 Rebounds), Schwarz (0, 4 Assists), Dahmen (0), Harris (27/1, 7 Ballgewinne), Reuter (7/1), de Oliveira (0), Giddens (2), Opitz (10/2), Fritze (13/1).

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