12.03.2017
Drachen starten erfolgreich in die Playoffs

Die Artland Dragons gehen in der „Best-of-Three“-Serie 1:0 in Führung.

Abseits des Spielgeschehens bot die neue Einlaufshow einiges an Spektakel. (Foto: Christian Wüst)

Über weite Strecken konnte die junge Mannschaft der TG s.Oliver Würzburg die Partie in der mit 2572 Zuschauern gefüllten Artland Arena offen gestalten. Eine starke Phase im dritten Viertel stellte die Weichen für den 83:71 (41:34)-Heimerfolg der Burgmannsstädter.

Eigentlich waren die Gäste im dritten Spielabschnitt am Drücker, nachdem sich die Drachen mit Tempobasketball im zweiten Viertel einen Sieben-Punkte-Vorsprung erspielten. Vier verschiedene Würzburger Spieler punkteten direkt nach der Halbzeitpause und kreierten einen 2:10-Lauf zugunsten der Unterfranken (43:44, 23. Minute). Die Führung kippte und die Gäste schienen allmählich der lautstarken Kulisse in der Artland Arena Herr zu werden. Doch dann schlug die Stunde eines Mannes:

Max Rockmann erlebte seinen ‚Magic Moment‘ der Saison. Erst kreierte sich der Small Forward einen schwierigen Korbleger aus dem Dribbling, im nächsten Angriff schloss er erfolgreich im Schnellangriff ab und anschließend zwang er noch Würzburgs Headcoach Peter Günschel infolge eines verwandelten Dreiers zu einer Auszeit (50:44, 25.), in der Rockmann tobenden Applaus von der Halle und von seinen Mitspieler erhielt. Doch damit nicht genug: Nach der Auszeit stach der ehemalige ProA-Spieler durch sein Kämpferherz bei der Reboundarbeit hervor. Der 28-Jährige schnappte sich drei Rebounds und belohnte sich folglich mit dem nächsten Dreipunktwurf (53:46, 27.). Mit zehn Punkten und sechs Rebounds brillierte Max Rockmann im dritten Viertel förmlich.

Seine Energie übertrug sich auf sämtliche Mitspieler und auf das Publikum. Auch Blanchard Obiango nutzte seine Minuten von der Bank und krönte seinen Einsatz durch einen Korbleger nach einem feinen Anspiel von Dragons-Spielmacher Philipp Lieser (55:46, 28.). Durch diesen Energieschub erwies sich der dritte Spielabschnitt trotz des schwierigen Starts als ein Wegweiser zu einem letztlich souveränen Sieg.

Daran konnte auch Würzburgs Marcellus Barksdale nichts mehr ändern. Der US-amerikanische Flügelspieler lieferte eine Galavorstellung ab. Seine 43 Punkte, darunter sieben Dreier, brachten die Unterfranken immer wieder ein Stückchen näher heran – so auch im letzten Viertel, als Ex-Drache Christian Hoffmann zweieinhalb Minuten vor dem Spielende verpasste, per Dreier auf sechs Zähler Rückstand zu verkürzen. Hoffmann vergab und so setzte Philipp Lieser per Korbleger den Deckel auf die 1:0-Führung in der Serie. 

Am kommenden Samstag schon reisen die Artland Dragons nach Würzburg, um sich optimal für Spiel zwei am Sonntag (19. März, 18:00 Uhr) zu regenerieren. Anhänger der Drachen können dank MEDICO für fünf Euro (Dauerkarteninhaber dank Hauptsponsor Indulor umsonst) mit dem Bus zur möglicherweise entscheidenden Partie der Achtelfinalserie reisen, um die Mannschaft zu unterstützen (Infos zur Anmeldung).

Dragons-Trainer Florian Hartenstein erwartet am kommenden Sonntag einen höheren Fokus vonseiten seines Teams: „Wir haben im dritten Viertel den Basketball gezeigt, den wir uns vorstellen. So haben wir die Fans und uns selbst in einen tollen Rhythmus gebracht. Wir müssen aber noch besser auf den Ball aufpassen, denn 21 Ballverluste sind zu viel. In der kommenden Woche erwartet uns in Würzburg ein anderes Spiel.“

Für die Artland Dragons spielten: Reid (5 Punkte/1 Dreier, 6 Assists), Rockmann (11/2, 9 Rebounds), Graves (15, 8 Rebounds, 3 Assists), Fumey (9/1, 6 Rebounds, 3 Assists), Wilson (21/2, 5 Ballgewinne), Lieser (14, 5 Assists), Nwakamma (2, 5 Rebounds), Obiango (4, 4 Rebounds), Frazier (2); ohne Einsatz im Kader: Dimitrijevic, Lavrinovicius.

Für die TG s.Oliver Würzburg spielten: Heckel (4), Jeßberger (0), Hoffmann (2, 4 Assists, 4 Ballgewinne), Rauch (0), Larysz (4/1, 6 Assists), Leonhardt (0), Hackenesch (4, 4 Rebounds, 2 Blocks), Voigtmann (6, 9 Rebounds), Barksdale (43/7, 8 Rebounds, 4 Ballgewinne), Urbano (2), Weigl (6, 6 Rebounds).

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