04.12.2017
Artland Dragons nehmen erfolgreich Revanche

Mit dem deutlichen 71:58-Heimsieg über die Baskets Akademie Weser-Ems/OTB ist den Artland Dragons die Derby-Revanche gelungen, die sich dadurch wieder auf den zweiten Tabellenplatz der 2. Bundesliga ProB Nord setzen.

Neuzugang Yasin Kolo erzielte bei seinem Debüt sechs Punkte und holte acht Rebounds. (Fotos: Christian Wüst)

Topscorer auf Seiten der Drachen war Point Guard Pierre Bland mit 16 Punkten, gefolgt von Power Forward Andre AJ Calvin mit 15 Punkten, der mit zwölf Rebounds zudem ein Double-Double verbuchte. Center Marko Bacak war mit 15 Punkten der beste Werfer auf Oldenburger Seite.

Der Supersonntag mit den drei Spielen der JBBL-, NBBL- und ProB-Teams begann zunächst mit der knappen 65:73 JBBL-Niederlage gegen die Sharks Hamburg. Kapitän Torge Buthmann steuerte unglaubliche 37 Punkte bei. Headcoach Hanno Stein zeigte sich stolz auf den Kampfgeist seiner Truppe und über das Agieren auf einem hohen Intensitätslevel.

Kurz darauf stand das NBBL-Spitzenspiel zwischen den YOUNG RASTA DRAGONS und ALBA Berlin auf dem Programm, das seinen Erwartungen gerecht wurde. Zwei starke Mannschaften trafen aufeinander, die intensiv auf höchstem bundesdeutschen Nachwuchsniveau die Kräfte maßen. Die Jungdrachen setzten sich dank eines starken 19:0-Lauf im dritten Viertel mit 75:69 durch und bleiben ungeschlagener Tabellenführer der NBBL-Hauptrunde 1. „Das Spiel hat sehr großen Spaß gemacht. Mit ALBA hatten wir einen Gegner, der auf dem gleichen Level wie wir ist. Wir haben gesehen, dass wir extrem viel Talent in der Mannschaft haben,“ zeigte sich NBBL-Headcoach Hartenstein zufrieden mit dem Spiel.

Die dritte Begegnung am Supersonntag trug zur Stabilisierung des Trainer-Zufriedenheitsgefühls und zu Hochgefühlen in der Anhängerschar bei. Die mit 2.207 Zuschauern gefüllte Artland Arena war von Anfang an auf Derby-Betriebstemperatur und auch die Partie begann mit hoher Intensität. Die Coaches Hartenstein und Greve schickten Pierre Bland, Andre Calvin, Thorben Döding, Yasin Kolo und Max Rockmann als Starter auf das Parkett. Neuzugang Kolo begann für Leon Bahner, der bis kurz vor der Begegnung an einem Magen-Darm-Infekt laborierte und zunächst geschont wurde. Die Gäste aus Oldenburg, die ohne ihren verletzten Topscorer Marcel Keßen spielten, kamen zunächst besser in die Partie, erzielten durch US-Power Forward Christian Jones die ersten Zähler und setzten sich auf 0:6 ab. Mit zwei Defensivrebounds führte sich Kolo unterm Korb gut ein. Offensiv kamen die Drachen erst allmählich in die Gänge und glichen nach viereinhalb Spielminuten durch Punkte von Bland zum 6:6 aus. Der mittlerweile eingewechselte Bahner machte ein Drei Punkte-Spiel (Korberfolg plus Bonusfreiwurf) zum 13:16. Es folgten zwei Angriffe mit einer Bland-Lavrinovicius Koproduktion. Zweimal verwertete der Litauer die Anspiele von Bland und brachte sein Team mit 17:16 in Führung. Mit einem Floater schloss Bland das erste Viertel ab, das mit 19:16 an die Hausherren ging.

Im zweiten Durchgang erzielte Kolo von der Freiwurflinie seine ersten Punkte für die Artland Dragons und angelte sich zwei weitere Defensivrebounds. Das Bemühen, bei den Rebounds die Oberhand zu gewinnen, war den Artland Dragons deutlich anzumerken. Calvin verwertete einen Offensivrebound zum 23:23. Insgesamt holten die Drachen im zweiten Viertel 14 abprallende Bälle, Oldenburg neun. Beim Stand von 28:23 nahm Oldenburgs Headcoach Artur Gacaev eine Auszeit, die die Cheerleader „The Flames“ im Nikolausoutfit zu einem stimmungsvollen Tanz nutzten. Die Auszeit fruchtete nicht auf Seiten der Gäste, die Drachen setzten sich weiter ab auf 31:23, ehe der Oldenburger Till Isemann ein Alley Oop-Anspiel von Jones verwertete. Beide Teams erhöhten den Druck auf den jeweiligen Aufbauspieler und erzwangen immer wieder Ballgewinne bzw. Ballverluste. Die Drachen zeigten sich jedoch bissiger in der Verteidigung und ließen im zweiten Viertel nur 10 Punkte zu. Ein Dreier von Bland markierte in der 18. Spielminute erstmals eine zweistellige Führung zum 36:26. Mit diesem Spielstand gingen die Teams auch in die Halbzeitpause.

Bahner, Bland, Calvin, Döding, und Rockmann starteten ins dritte Viertel und bauten durch einen Bahner-Korbleger die Führung auf zwölf Punkte aus. Für Oldenburg erzielte Jones die ersten Zähler, die Youngster Döding mit einem erfolgreichen Drei Punkte-Wurf konterte (41:28). Kurz darauf fegte Bland nach einem Steal „coast to coast“ über das heimische Parkett und markierte die nächsten Punkte für sein Team. Es folgte ein weiterer Ballgewinn durch die Dragons, den Döding mit seinem nächsten Dreier zum 46:30 veredelte. Umgehend nahm Gacaev eine weitere Auszeit. Im folgenden Angriff verteidigten die Dragons so intensiv, dass die Huntestädter keinen offenen Wurf nahmen und die 24 Sekunden-Angriffszeit ablief. Dann folgten zwei erfolgreiche Oldenburg-Dreier zum 48:36, was Hartenstein zu einer Auszeit veranlasste. Kurios ging es kurz darauf am offensiven Brett aus Sicht der Drachen zu. Zunächst schnappte sich Bland seinen eigenen Offensivrebound, verwirft seinen Korbleger, holte sich wieder den abprallenden Ball, verwirft erneut, Teamkollege Calvin schnappt sich zum dritten Mal den Rebound, kann aber diese Energieleistung ebenfalls nicht mit Punkten verwerten. Mit einer zehn Punkte-Führung (52:42) ging es in die Viertelpause.

Das Schlussviertel begann mit einem 7:0-Lauf durch Punkte von Bahner, Bland und Calvin. Die Artland Dragons hielten die Intensität weiter hoch, packten in der Verteidigung zu und bauten bis zur Mitte des Viertels einen 21 Punkte-Vorsprung auf (66:47). Auch die Zuschauer hielten die Intensität ihrer Anfeuerungen hoch und witterten einen Heimsieg. Die Drachen erlaubten sich keine Schwächephase und hielten den Gegner permanent auf Abstand. Rockmanns Dreier dreieinhalb Minuten vor Schluss zum 69:51 war spielvorentscheidend, Oldenburg konnte nichts mehr entgegensetzen. Die Dragons gewinnen das Derby mit 71:58 und feierten mit den Fans die Wiedergutmachung der Hinspielpleite.

Stimmen zum Spiel:

Florian Hartenstein, Coach Artland Dragons: „Es war ein wichtiger Sieg. Wir haben uns wieder oben etabliert. Sehr zufrieden bin ich mit der Defense. Wir haben eine gute Mannschaft unter 60 Punkten gehalten. Positiv ist auch, dass wir in der Offense geduldiger als zuletzt gespielt haben. Respekt an Leon Bahner, wie er sich heute durchgekämpft hat. Er hatte wegen eines Magen-Darm-Infekts drei Tage gefehlt, und wir wussten bis eine Stunde vor dem Spiel nicht, ob er überhaupt spielen kann.“

Andre Calvin: „Wir haben aggressiver in der Defense gespielt, das ist entscheidend. Im  Saisonverlauf müssen wir weiter daran arbeiten. Ich freue mich, dass ich beim Rebounding einen besseren Job als zuletzt gemacht habe.“

Es spielten:

Artland Dragons: Thorben Döding (6 Punkte/2 Dreier, 1 Assist, 1 Ballgewinn), Max Rockmann (11 Punkte/1 Dreier, 6 Rebounds, 2 Assists), Leon Bahner (11 Punkte, 5 Rebounds, 2 Blocks), Noah Westerhaus (1 Block), Arthur Zaletskiy (2 Punkte, 1 Rebound, 3 Assists, 2 Ballgewinne), (3 Punkte/1 Dreier), Pierre Bland (16 Punkte/1 Dreier, 9 Rebounds, 7 Assists, 3 Ballgewinne), Andre AJ Calvin (15 Punkte/2 Dreier, 12 Rebounds, 2 Assists, 1 Ballgewinn), Yasin Kolo (6 Punkte, 8 Rebounds) Danielius Lavrinovicius (4 Punkte, 1 Assist)

Nicht gespielt: Gilles Dierickx, Philipp Lieser, Jonathan Mesghna, Hendrik Prasuhn

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