16.05.2016
Die große Vorschau auf das Top4 in Ulm

Am kommenden Wochenende findet in Ulm das TOP4 der NBBL (U19) und JBBL (U16) statt.

Flo Hartenstein und sein Team wollen beim Top4 in Ulm angreifen.

Einmal mehr mischen dabei die Young Dragons um die Krone mit. Gemeinsam mit Florian Hartenstein beleuchten die Artland Dragons die vier Anwärter auf den NBBL-Titel.

Blutjunge Herausforderer: Young Dragons
Die Jungdrachen sind zum dritten Mal in Serie beim TOP4 am Start. In der vergangenen Saison drang die JBBL-Mannschaft um den damaligen Headcoach Joan Rallo Fernandez und zahlreichen jetzigen NBBL-Akteuren wie Thorben Döding, Philipp Herkenhoff und den beiden Potratz-Brüdern bis ins Finale vor. Dort waren die Artländer Ludwigsburg nur knapp unterlegen. Im vorangegangenen Jahr zelebrierten die Young Dragons das absolute Highlight ihrer Erfolgsgeschichte: Vor über 2000 Zuschauern in der Artland Arena rangen Isaiah Hartenstein und Co. im Mai 2014 zunächst in einem Herzschlagfinale den FC Bayern München Basketball in der Verlängerung nieder, um am Finaltag durch einen Sieg gegen den TSV Tröster Breitengüßbach den JBBL-Thron zu besteigen.

Trainer jener Mannschaft war Florian Hartenstein, der Schmied für den Aufschwung im Quakenbrücker Jugendbasketball. In der Vorbereitung auf das kommende Wochenende werkelt der jetzige NBBL-Coach an einem weiteren Meilenstein – wohlwissend, dass der bisherige Saisonverlauf bereits als ein weiteres erfolgreiches Kapitel verbucht werden kann. „Es ist für uns das dritte TOP4 binnen der vergangenen drei Jahre. Wenn man sich ansieht, wo die Quakenbrücker NBBL- und JBBL-Teams zuvor standen, können wir nur stolz auf das sein, was alle Beteiligten in den vergangenen Jahren geleistet haben“, führt Hartenstein aus. Für das Turnier in Ulm qualifizierte sich sein Team ziemlich souverän. Sowohl im Viertel- als auch im Achtelfinale gegen Gießen bzw. Neustadt setzten sich die Young Dragons in zwei Partien durch. Von achtzehn Saisonspielen verlor die Mannschaft um Topscorer und All-Star Roberts Blumbergs (17,6 Punkte, 10,5 Rebounds pro Spiel) lediglich zwei.

Vor dem Halbfinal-Aufeinandertreffen mit der NBBL-Mannschaft von ALBA Berlin zeigt sich Florian Hartenstein ehrgeizig: „Wir sind die jüngste NBBL-Mannschaft in diesem Turnier. ALBA Berlin ist gleich ein Topgegner – eine sehr schwierige, aber durchaus machbare Aufgabe.“ Eine Aufgabe, bei dessen Bewältigung Hartenstein wieder auf Jan Philipp Seitz (Hartenstein: „Ein Energieträger“) bauen kann. Der Einsatz von Thorben Banko (Meniskusprobleme) ist derweil ungewiss. Andreas Höhler wird hingegen infolge eines Zehenbruchs sicher für das TOP4 ausfallen.

Viel Physis: ALBA Berlin Basketballteam
Der Saisonverlauf: Erst im zweiten Viertelfinalspiel gegen Leverkusen mussten die Albatrosse ihre erste Saisonniederlage einstecken. In sieben Partien knackten die reboundstarken Hauptstädter, bei denen acht Spieler zwei Meter oder mehr messen, die 100-Punkte-Marke.

Die Shootingstars: Flügelspieler Ferdinand Zylka (Jahrgang 1998, 19,4 Punkte pro Partie) buchte den Berlinern mit seinen 41 Zählern im entscheidenden Spiel drei gegen Leverkusen das Ticket für das TOP4. Darüber hinaus avancierte Zylka zum viertbesten Punktesammler der 1. Regionalliga Nord. Benedikt Turudic, Moses Pölking und Filip Stanic (Jahrgang 1998) machen die Mannschaft zu einer Macht an den Brettern. Zudem attestiert Florian Hartenstein Bennet Hundt (1998) lobend ein „solides Aufbauspiel“.

Das sagt Florian Hartenstein: „Berlin hat zwölf Leute, die spielen können. Sie sind athletisch und körperlich gut gebaut. Dadurch, dass sehr viele ihrer Spieler gemeinsam in der 1. Regionalliga spielen, sind sie sehr eingespielt. Mit ihrer Physis wird die Mannschaft uns auf den großen Positionen vor einer großen Herausforderung stellen. Technisch können wir jedoch mithalten und auch auf den Guard-Positionen können wir bestehen.“

Der ‚Sleeper‘: ratiopharm akademie
Der Saisonverlauf: Die Ulmer Talentschmiede kann auf einen ähnlichen Saisonverlauf wie die Young Dragons zurückblicken. Nur zwei Spiele wurden verloren – abgesehen vom Hauptrundenderby gegen Tübingen und vom ersten Viertelfinalspiel gegen die Internationale Basketball Akademie München gewannen die TOP4-Gastgeber sogar alle Partien mit zweistelliger Differenz.

Die Shootingstars: Flügelspieler David Krämer (15,9 Punkte pro Spiel), Modellathlet Marvin Omuvwie (14,1) und Brettspieler Till Pape (11,3) sind die Topscorer und gehören gleichzeitig im Weißenhorner ProB-Team bereits zu den signifikanten Stützen. Gerade von Till Pape ist Florian Hartenstein „ein sehr großer Fan“, da er „sehr kontrolliert“ spielt.  Den 18-jährigen Marvin Omuvwie vergleicht Hartenstein mit dem ehemaligen Ulmer Jeff Gibbs: „Er ist nicht besonders groß, dafür sehr athletisch, aktiv und mit langen Armen ausgestattet. Er kann die Positionen Drei bis Fünf ausüben.“

Das sagt Florian Hartenstein: „Bei den Ulmern kann keiner genau sagen, wie gut sie sind. Das Team ist gut und kreativ gecoacht und sehr gut eingespielt. Körperlich sind sie ‚undersized‘, aber absolut mithaltefähig. Sie verfügen nicht über die großen Stars, dafür spielen sie aber gut zusammen. Zudem haben sie ihre Fans hinter sich. Obwohl Breitengüßbach der Favorit ist, kann so ein Heimvorteil schon einen Ausschlag geben. Das haben wir 2014 selbst spüren dürfen.“

Der Topfavorit: TSV Tröster Breitengüßbach
Der Saisonverlauf: Der Kooperationspartner der Brose Baskets aus Bamberg dominierte die Südost-Staffel. In den Playoffs eliminierten die Oberfranken die starken Kontrahenten aus Urspring und München. Breitengüßbach gilt als der klare Favorit beim TOP4.

Die Shootingstars: Centerkoloss Leon Kratzer (2,10 Meter, 116 kg) legt für Baunach in der ProA 8 Punkte sowie 9,5 Rebounds pro Partie auf und ist in der NBBL körperlich kaum einzuschränken. Im Grunde genommen bilden aber gleich mindestens fünf, sechs Akteure das Güßbacher Starensemble. Point Guard Tibor Taras zählt auf der Spielmacher-Position zu den größten deutschen Talenten. Der Litauer Arnoldas Kulboka ist ein Eckpfeiler des Bamberger Konzepts, europäische Toptalente in Oberfranken zu versammeln. Hartenstein: „Sie wollen das neue Barcelona werden.“

Das sagt Florian Hartenstein: „Das ist bei weitem das Team, das man schlagen muss, wenn man den Titel gewinnen will. Breitengüßbach ist körperlich stärker als wir und verfügt über eine sehr erfahrene Bank. Sie haben in jedem Jahrgang etwa drei Nationalspieler. All-Star-Game-MVP Leon Kratzer mischt schon jetzt in der ProA gut mit. Hinzu gesellen sich weitere große Talente wie Moritz Sanders auf den Positionen Vier und Fünf sowie Tibor Taras auf der Eins oder auch Nicolas Wolf. Mit dem Litauer Arnoldas Kulboka verfügen sie über einen herausragenden Shooter. Vor dem Ulmer Publikum wird Breitengüßbach sehr ‚confident‘ auftreten.“

Die Termine

NBBL
Sa., 21.05., 17:30 Uhr: ratiopharm akademie – TSV Tröster Breitengüßbach
Sa., 21.05., 20:00 Uhr: ALBA Berlin Basketballteam – Young Dragons
So., 22.05., 13:30 Uhr: Finale

JBBL

Sa., 21.05., 12:30 Uhr: Metropol Baskets Ruhr – Eintracht Frankfurt/FRAPORT SKYLINERS
Sa., 21.05., 15:00 Uhr: ratiopharm akademie – TuS Lichterfelde Basketball
So., 22.05., 11:00 Uhr: Finale

Alle Spiele des TOP4 werden live auf www.sportdeutschland.tv ausgestrahlt.

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16.05.2016
Die große Vorschau auf das Top4 in Ulm

Am kommenden Wochenende findet in Ulm das TOP4 der NBBL (U19) und JBBL (U16) statt.

Flo Hartenstein und sein Team wollen beim Top4 in Ulm angreifen.

Einmal mehr mischen dabei die Young Dragons um die Krone mit. Gemeinsam mit Florian Hartenstein beleuchten die Artland Dragons die vier Anwärter auf den NBBL-Titel.

Blutjunge Herausforderer: Young Dragons
Die Jungdrachen sind zum dritten Mal in Serie beim TOP4 am Start. In der vergangenen Saison drang die JBBL-Mannschaft um den damaligen Headcoach Joan Rallo Fernandez und zahlreichen jetzigen NBBL-Akteuren wie Thorben Döding, Philipp Herkenhoff und den beiden Potratz-Brüdern bis ins Finale vor. Dort waren die Artländer Ludwigsburg nur knapp unterlegen. Im vorangegangenen Jahr zelebrierten die Young Dragons das absolute Highlight ihrer Erfolgsgeschichte: Vor über 2000 Zuschauern in der Artland Arena rangen Isaiah Hartenstein und Co. im Mai 2014 zunächst in einem Herzschlagfinale den FC Bayern München Basketball in der Verlängerung nieder, um am Finaltag durch einen Sieg gegen den TSV Tröster Breitengüßbach den JBBL-Thron zu besteigen.

Trainer jener Mannschaft war Florian Hartenstein, der Schmied für den Aufschwung im Quakenbrücker Jugendbasketball. In der Vorbereitung auf das kommende Wochenende werkelt der jetzige NBBL-Coach an einem weiteren Meilenstein – wohlwissend, dass der bisherige Saisonverlauf bereits als ein weiteres erfolgreiches Kapitel verbucht werden kann. „Es ist für uns das dritte TOP4 binnen der vergangenen drei Jahre. Wenn man sich ansieht, wo die Quakenbrücker NBBL- und JBBL-Teams zuvor standen, können wir nur stolz auf das sein, was alle Beteiligten in den vergangenen Jahren geleistet haben“, führt Hartenstein aus. Für das Turnier in Ulm qualifizierte sich sein Team ziemlich souverän. Sowohl im Viertel- als auch im Achtelfinale gegen Gießen bzw. Neustadt setzten sich die Young Dragons in zwei Partien durch. Von achtzehn Saisonspielen verlor die Mannschaft um Topscorer und All-Star Roberts Blumbergs (17,6 Punkte, 10,5 Rebounds pro Spiel) lediglich zwei.

Vor dem Halbfinal-Aufeinandertreffen mit der NBBL-Mannschaft von ALBA Berlin zeigt sich Florian Hartenstein ehrgeizig: „Wir sind die jüngste NBBL-Mannschaft in diesem Turnier. ALBA Berlin ist gleich ein Topgegner – eine sehr schwierige, aber durchaus machbare Aufgabe.“ Eine Aufgabe, bei dessen Bewältigung Hartenstein wieder auf Jan Philipp Seitz (Hartenstein: „Ein Energieträger“) bauen kann. Der Einsatz von Thorben Banko (Meniskusprobleme) ist derweil ungewiss. Andreas Höhler wird hingegen infolge eines Zehenbruchs sicher für das TOP4 ausfallen.

Viel Physis: ALBA Berlin Basketballteam
Der Saisonverlauf: Erst im zweiten Viertelfinalspiel gegen Leverkusen mussten die Albatrosse ihre erste Saisonniederlage einstecken. In sieben Partien knackten die reboundstarken Hauptstädter, bei denen acht Spieler zwei Meter oder mehr messen, die 100-Punkte-Marke.

Die Shootingstars: Flügelspieler Ferdinand Zylka (Jahrgang 1998, 19,4 Punkte pro Partie) buchte den Berlinern mit seinen 41 Zählern im entscheidenden Spiel drei gegen Leverkusen das Ticket für das TOP4. Darüber hinaus avancierte Zylka zum viertbesten Punktesammler der 1. Regionalliga Nord. Benedikt Turudic, Moses Pölking und Filip Stanic (Jahrgang 1998) machen die Mannschaft zu einer Macht an den Brettern. Zudem attestiert Florian Hartenstein Bennet Hundt (1998) lobend ein „solides Aufbauspiel“.

Das sagt Florian Hartenstein: „Berlin hat zwölf Leute, die spielen können. Sie sind athletisch und körperlich gut gebaut. Dadurch, dass sehr viele ihrer Spieler gemeinsam in der 1. Regionalliga spielen, sind sie sehr eingespielt. Mit ihrer Physis wird die Mannschaft uns auf den großen Positionen vor einer großen Herausforderung stellen. Technisch können wir jedoch mithalten und auch auf den Guard-Positionen können wir bestehen.“

Der ‚Sleeper‘: ratiopharm akademie
Der Saisonverlauf: Die Ulmer Talentschmiede kann auf einen ähnlichen Saisonverlauf wie die Young Dragons zurückblicken. Nur zwei Spiele wurden verloren – abgesehen vom Hauptrundenderby gegen Tübingen und vom ersten Viertelfinalspiel gegen die Internationale Basketball Akademie München gewannen die TOP4-Gastgeber sogar alle Partien mit zweistelliger Differenz.

Die Shootingstars: Flügelspieler David Krämer (15,9 Punkte pro Spiel), Modellathlet Marvin Omuvwie (14,1) und Brettspieler Till Pape (11,3) sind die Topscorer und gehören gleichzeitig im Weißenhorner ProB-Team bereits zu den signifikanten Stützen. Gerade von Till Pape ist Florian Hartenstein „ein sehr großer Fan“, da er „sehr kontrolliert“ spielt.  Den 18-jährigen Marvin Omuvwie vergleicht Hartenstein mit dem ehemaligen Ulmer Jeff Gibbs: „Er ist nicht besonders groß, dafür sehr athletisch, aktiv und mit langen Armen ausgestattet. Er kann die Positionen Drei bis Fünf ausüben.“

Das sagt Florian Hartenstein: „Bei den Ulmern kann keiner genau sagen, wie gut sie sind. Das Team ist gut und kreativ gecoacht und sehr gut eingespielt. Körperlich sind sie ‚undersized‘, aber absolut mithaltefähig. Sie verfügen nicht über die großen Stars, dafür spielen sie aber gut zusammen. Zudem haben sie ihre Fans hinter sich. Obwohl Breitengüßbach der Favorit ist, kann so ein Heimvorteil schon einen Ausschlag geben. Das haben wir 2014 selbst spüren dürfen.“

Der Topfavorit: TSV Tröster Breitengüßbach
Der Saisonverlauf: Der Kooperationspartner der Brose Baskets aus Bamberg dominierte die Südost-Staffel. In den Playoffs eliminierten die Oberfranken die starken Kontrahenten aus Urspring und München. Breitengüßbach gilt als der klare Favorit beim TOP4.

Die Shootingstars: Centerkoloss Leon Kratzer (2,10 Meter, 116 kg) legt für Baunach in der ProA 8 Punkte sowie 9,5 Rebounds pro Partie auf und ist in der NBBL körperlich kaum einzuschränken. Im Grunde genommen bilden aber gleich mindestens fünf, sechs Akteure das Güßbacher Starensemble. Point Guard Tibor Taras zählt auf der Spielmacher-Position zu den größten deutschen Talenten. Der Litauer Arnoldas Kulboka ist ein Eckpfeiler des Bamberger Konzepts, europäische Toptalente in Oberfranken zu versammeln. Hartenstein: „Sie wollen das neue Barcelona werden.“

Das sagt Florian Hartenstein: „Das ist bei weitem das Team, das man schlagen muss, wenn man den Titel gewinnen will. Breitengüßbach ist körperlich stärker als wir und verfügt über eine sehr erfahrene Bank. Sie haben in jedem Jahrgang etwa drei Nationalspieler. All-Star-Game-MVP Leon Kratzer mischt schon jetzt in der ProA gut mit. Hinzu gesellen sich weitere große Talente wie Moritz Sanders auf den Positionen Vier und Fünf sowie Tibor Taras auf der Eins oder auch Nicolas Wolf. Mit dem Litauer Arnoldas Kulboka verfügen sie über einen herausragenden Shooter. Vor dem Ulmer Publikum wird Breitengüßbach sehr ‚confident‘ auftreten.“

Die Termine

NBBL
Sa., 21.05., 17:30 Uhr: ratiopharm akademie – TSV Tröster Breitengüßbach
Sa., 21.05., 20:00 Uhr: ALBA Berlin Basketballteam – Young Dragons
So., 22.05., 13:30 Uhr: Finale

JBBL

Sa., 21.05., 12:30 Uhr: Metropol Baskets Ruhr – Eintracht Frankfurt/FRAPORT SKYLINERS
Sa., 21.05., 15:00 Uhr: ratiopharm akademie – TuS Lichterfelde Basketball
So., 22.05., 11:00 Uhr: Finale

Alle Spiele des TOP4 werden live auf www.sportdeutschland.tv ausgestrahlt.

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